Bitcoin-Startup ermöglicht Amazon-Kunden Zahlungen über das Lightning Network

Der in den Vereinigten Staaten ansässige Zahlungsdienstleister Fold ermöglicht Kunden von 
 Amazon, Starbucks, Uber und anderen namhaften Einzelhändlern jetzt auch das Bezahlen mit dem Lightning Network (LN), so ein offizieller Blogbeitrag vom 10. Juli.

Wie bereits berichtet, ist das Bitcoin (BTC)-Lightning Network eine Lösung zur Überwindung der Skalierungsprobleme von Bitcoin. Dazu öffnet es direkte Zahlungen zwischen einzelnen Nutzern außerhalb der Blockchain, welche nur zur Abrechnung der Nettobeträge verwendet wird.

Laut der Ankündigung von Fold werden die teilnehmenden ausgewählten Einzelhändler die LN-Zahlungen der Nutzer - auf Satoshis oder ein Hundertstel eines Bitcoin - über Prepaid-Konten in einer Währung ihrer Wahl abrechnen.

Die LN-Zahlungen werden daraufhin über die Fold-Site abgewickelt, wo die Nutzer einen Händler auswählen und die entsprechende Rechnung mit ihrer Lightning-Wallet bezahlen können. Nach der Bezahlung erhalten sie einen Geschenkgutschein - im Wert von maximal 25 US-Dollar - der entweder im Geschäft per Barcode oder online per alphanumerischem Code eingelöst werden kann.

Neben den offensichtlichen Vorteilen der Skalierbarkeit und Erreichbarkeit durch die Bereitstellung von LN-Zahlungen bei großen Einzelhändlern, will Fold mit dem Dienst nach eigener Aussage den Grundprinzipien der Kryptowährung treu zu bleiben - das heißt, es gibt keine Know-Your-Customer (KYC)-Kontrollen, kein depotführendes System und auch keine Altcoin-Unterstützung.

Neben den bereits erwähnten Unternehmen Amazon, Starbucks und Uber kann der Lightning Payment Service von Fold auch für REI, Home Depot, Southwest Airlines, Target, AMC, Whole Foods und anderen genutzt werden.

Fold folgt damit dem Beispiel anderer Kryptozahlungsabwickler, die ihren Nutzern die Möglichkeit bieten, das Lightning Network bei den wichtigsten E-Commerce- und Händlern einzusetzen.

Im April dieses Jahres startete das Startup Moon etwa eine Webbrowser-Erweiterung, die es Online-Käufern ermöglicht, ihre Lightning Wallets für Einkäufe bei Amazon und ähnlichen Websites zu verwenden. Wie Fold agiert Moon dabei als Intermediär - was bedeutet, dass bekannte Namen wie Amazon vorerst noch nicht direkt mit dem Kryptoanbieter zusammenarbeiten.

Wie bereits berichtet, konzipierte Fold seinen Bitcoin-Zahlungsdienst in Form digitaler Geschenkkarten, der bereits ab 2015 bei Händlern wie Starbucks genutzt werden konnte.

Im März dieses Jahres hatte Lightning Labs Lightning Loop erstmals angekündigt, eine nicht-verwahrende Lösung für Transfers über das Lightning Network.