Bitfinex bestätigt geplantes Initial Exchange Offering in Höhe von 1 Mrd. USDT

Kryptobörse Bitfinex, die sich derzeit in finanziellen Schwierigkeiten befindet, hat bestätigt, dass sie ein sogenanntes Initial Exchange Offering (IEO) abhalten will, bei dem 1 Mrd. US-Dollar eingesammelt werden sollen. Dies geht am 8. Mai aus dem dazugehörigen Whitepaper hervor.

Nachdem Justizbehörden aufgedeckt hatten, dass die Bitfinex im vergangenen Jahr 850 Mio. US-Dollar Verlust gemacht hat, befindet sich die Kryptobörse unter Zugzwang. So wurde schon Anfang des Monats über die Herausgabe eines eigenen Tokens spekuliert.

Das neue Whitepaper deckt sich größtenteils mit den vorherigen Gerüchten, wobei ein Token namens LEO verkauft werden soll, der jeweils einen Wert von 1 Tether (USDT) hat. Der Verkauf steht für Investoren zunächst bis zum 11. Mai offen und beläuft sich auf 1 Mrd. LEO Tokens.

Interessierte Investoren können den Token für verschiedene Funktionen innerhalb der Kryptobörse nutzen. Falls die geplante Umlaufmenge nicht vollständig verkauft wird, will Bitfinex den verbleibenden Rest übernehmen.

Mit Ablauf des 11. Mai geht der Verkauf an private Investoren zu Ende, anschließend könnte eine weitere Phase für den öffentlichen Verkauf folgen. Dazu heißt es:

„Falls weniger als 1 Mrd. USDT-Tokens über den privaten Verkauf eingenommen werden, zieht der Herausgeber ggf. in Erwägung, die verbleibenden Tokens auf andere Weise zu verkaufen, diese Entscheidung obliegt allein dem Herausgeber und richtet sich nach geltendem Recht.“

Die Investitionsform des „Initial Exchange Offerings“ (IEO) gewinnt unter Kryptobörsen an zunehmender Beliebtheit, da die Handelsplattformen den Verkauf der jeweiligen Tokens so besser kontrollieren können.

Die Investitionsform des „Initial Exchange Offerings“ (IEO) gewinnt unter Kryptobörsen an zunehmender Beliebtheit, da die Handelsplattformen den Verkauf der jeweiligen Tokens so besser kontrollieren können.

Wie Cointelegraph berichtete, hat im April das erste offizielle IEO stattgefunden. Auch Kryptobörse Bgogo hatte ähnliche Pläne, die allerdings heftig in die Kritik geraten sind.