Arthur Hayes, Geschäftsführer und Mitgründer der Krypto-Handelsplattform BitMEX, vermutet, dass der traditionelle Börsenhandel früher oder später durch die Digitalisierung auch zum Rund-um-die-Uhr Geschäft werden wird.

Kryptobranche wird klassisches Trading verändern

In einem Bloomberg Artikel vom 19. September erklärt Hayes, dass der Krypto-Handel bereits ein Rund-um-die-Uhr Geschäft ist und dass sich dies auch „auf die traditionellen Handelsmärkte auswirken wird, selbst auf die Art und Weise wie Zahlungen verarbeitet werden“.

Die entsprechenden Äußerungen hatte der BitMEX Geschäftsführer im Rahmen einer Konferenz in Singapur gemacht. Wobei er daraus weitreichende Konsequenzen für den Arbeitsalltag der Trader befürchtet:

„Einige der Geschäftspraktiken aus unserer Branche werden sich auch ins klassische Trading übertragen […] Die ganze Vorstellung, dass jemand zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein muss, wird hinfällig werden. Sobald man sich davon löst und versteht, dass in den nächsten 10 Jahren alles digitalisiert sein wird, merkt man, dass Bitcoin gar keine so komische Idee ist.“

Es bleibt abzuwarten, wie die Trading-Branche darauf reagieren würde, wenn auch ihr Feld zum Rund-um-die-Uhr Geschäft wird. Arbeitsrechtliche Konsequenzen wären dann wohl nicht auszuschließen.

„Macht euch auf 20.000 US-Dollar gefasst“

Am 18. September hatte Hayes zuvor eine ähnlich wagemutige Prognose getätigt, als er behauptete, dass die jüngsten geldpolitischen Maßnahmen der US-Zentralbank den Bitcoin-Kurs bald auf 20.000 US-Dollar treiben könnten.

Hayes Äußerungen kamen nur kurz nachdem sich die amerikanische Zentralbank erstmals wieder dazu entschieden hatte, die Zinssätze auf bestimmte Anleihen zu reduzieren, was indirekt 53 Mrd. US-Dollar in die Märkte gepumpt hat.

Daraufhin meinte Hayes:

„Es geht wieder los mit der Quantitativen Lockerung. Sobald die Zentralbank wieder zur Religion wird, könnt ihr euch auf einen Bitcoin-Kurs von 20.000 US-Dollar gefasst machen.“ 

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