BitMine Immersion Technologies, ein börsennotiertes Ethereum-Treasury-Unternehmen, das mit dem Investor Tom Lee verbunden ist, verzeichnet nach der jüngsten Welle von Marktliquidationen erhebliche nicht realisierte Verluste seiner ETH-Beständen, was die Risiken unterstreicht, denen Krypto-Reservestrategien in Zeiten starker Abschwünge ausgesetzt sind.
Nach dem Erwerb von weiteren 40.302 Ethereum (ETH) in der vergangenen Woche und der Erhöhung seines Gesamtbestands auf über 4,24 Millionen ETH sind die nicht realisierten Verluste von BitMine laut Daten von Dropstab, einer Plattform, die Kurse für digitale Vermögenswerte und Portfoliobewertungen verfolgt, auf über 6 Milliarden US-Dollar gestiegen.
Basierend auf den aktuellen Marktpreisen werden die Ethereum-Bestände von BitMine aktuell mit rund 9,6 Milliarden US-Dollar bewertet, nach einem zwischenzeitlichen Höchststand von etwa 13,9 Milliarden US-Dollar im Oktober, was die Auswirkungen des allgemeinen Abschwungs von Kryptowährungen widerspiegelt.

Die Buchverluste stiegen, als der Ethereum-Kurs am Samstag auf 2.300 US-Dollar fiel, was laut The Kobeissi Letter allen voran auf die fragile Liquidität zurückzuführen war.
„In einem Markt, in dem die Liquidität unbeständig ist, führt extreme Leverage zu „Luftlöchern“ bei den Kursen“, erklärten die Analysten und fügten hinzu, dass „herdenartige“ Positionierungen den Ausverkauf noch verstärkt hätten.
Markt kämpft weiter mit Nachwehen des Crashes
Trotz früherem Optimismus für das Ende des Jahres 2025 hat Tom Lee gewarnt, dass sich die Bedingungen geändert haben und das Jahr 2026 wahrscheinlich mit einer „schmerzhaften“ Phase beginnen wird, bevor es später im Jahr zu einer möglichen Erholung kommen könnte.
In einem kürzlich geführten Interview betonte Krypto-Experte Lee, dass der Kryptomarkt nach wie vor unter den Auswirkungen des Abbaus von Leverage leidet, obwohl die längerfristigen Fundamentaldaten unverändert sind. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Marktcrash vom 10. Oktober, bei dem rund 19 Milliarden US-Dollar an Wert vernichtet wurden, als einen wichtigen Wendepunkt, der die Risikobereitschaft bei digitalen Vermögenswerten zurückgesetzt habe.

Eine aktuelle Einschätzung des Market-Makers Wintermute bestätigt diese Ansicht und argumentiert, dass eine nachhaltige Erholung im Jahr 2026 strukturelle Verbesserungen erfordern wird. Dazu gehören ein erneuter Aufwärtstrend für Bitcoin (BTC) und Ethereum, eine breitere Beteiligung von börsengehandelten Fonds (ETFs), erweiterte Mandate für Treasury-Unternehmen und eine Rückkehr des Interesses der Privatanleger.
Wintermute bekräftigte, dass diese Faktoren notwendig sind, um einen breiteren Wohlstandseffekt auf dem gesamten Markt wiederherzustellen. Die Beteiligung von Privatanlegern bleibt zurzeit jedoch begrenzt, da sich die Anleger weiterhin eher für schneller wachsende Sektoren wie Künstliche Intelligenz (KI) und Quantencomputing interessieren.

