BitPay stoppt Bitcoin-Transfers in Deutschland wegen Lizenzzwang ab 2020

Der Zahlungsdienstleister für Bitcoin (BTC) und Bitcoin Cash (BCH) BitPay hat seine Aktivitäten in Deutschland wegender künftig nötigen Lizenzierung eingestellt, wie das Unternehmen gegenüber Cointelegraph per Email bestätigte.

BitPay: "Wir haben den Betrieb in Deutschland eingestellt"

In der oben genannten E-Mail nannte der PR-Verantwortliche von BitPay, Jan Jahosky, die im nächsten Jahr in Deutschland in Kraft tretende Regelung als Grund, warum das Unternehmen beschlossen habe, seine Dienstleistungen in Deutschland einzustellen.

Das Unternehmen fügte hinzu, man untersuche derzeit, die Unterstuetzung für Deutschland in Zukunft wieder zu ermöglichen. Der BitPay-Sprecher sagte zu Cointelegraph:

"Deutschland hat öffentlich erklärt, dass Kryptounternehmen ab 2020 eine Lizenz beantragen müssen. Wir haben den Betrieb in Deutschland unterbrochen, während wir die Notwendigkeit einer deutschen Lizenz prüfen."

Deutsche Unternehmen stellen Akzeptanz von Bitcoin ein

Unterdessen erklärte das Portal ComputerBase, Bitcoin nicht mehr als Zahlungsoption anbieten zu können, da BitPay die Dienste ausgesetzt habe.

Wie ComputerBase klarstellt, nutzt die Mehrheit der Kunden des Blogs PayPal sowie in geringerer Anzahl auch Banktransfers zur Bezahlung. Bitcoin stellt somit keine populäre Bezahloption unter den Abo-Kunden des Magazins dar. Zu BitPay gäbe es allerdings auch Alternativen, wie etwa die selbst hostbare Open-Source-Zahlungssoftware BTCPay Server.

Wie Cointelegraph Ende letzten Monats berichtete, treten ab dem nächsten Jahr neue Anti-Geldwäsche Vorschriften in Kraft, die für Kryptowährungsgeschäfte eine von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilte Lizenz notwendig machen werden.