Gavin Brown, Mitgründer von Blockchain Capital, prognostiziert, dass es nur einige wenige Gewinner im Rennen um die Marktherrschaft unter den Kryptowährungen geben wird. Die entsprechenden Äußerungen tätigte er in einem CNBC Interview vom 23. April.   

Brown geht davon aus, dass sich dieser Machtkampf aber für die etwaigen Sieger in großem Stil rentieren wird, da die Branche rasant wächst. Dahingehend gibt er sich überzeugt:

„Die Gewinner werden natürlich reich belohnt.“

Allerdings gesteht Brown ein, dass es schwierig ist, die jeweiligen Gewinner vorauszusagen, weshalb er als Anlagestrategie empfiehlt, dass Krypto-Investoren ihr Portfolio diversifizieren, um möglichst auf alle Pferde setzen zu können.

Des Weiteren geht Brown davon aus, dass die Branche davon profitiert, dass immer mehr große Namen in den Markt einsteigen. So wollen viele Unternehmen an der „Demokratisierung des Geldes“ teilhaben, wobei für eine jeweilige Währung aber letztendlich ausschlaggebend sein wird, dass die Nutzer ihr ein Grundvertrauen entgegenbringen. Hier sieht Brown bekannte Markennamen klar im Vorteil.

So erklärt er, dass Starbucks zum Beispiel einen Marktwert von mehreren Milliarden Dollar hat, weshalb die Verbraucher ein grundsätzliches Vertrauen in die Marke haben beziehungsweise, dass das Unternehmen jederzeit solvent ist und seine Produkte anbieten kann. Dementsprechend wäre es durchaus vorstellbar, dass viele Großkonzerne diesen Vertrauensvorschuss einlösen, um ihre eigenen Digitalwährungen auf den Markt zu bringen und Kunden dazu anzuregen, diese zwangsläufig nutzen zu müssen. Dies versinnbildlicht Brown trocken:

„Wir leben in einer Zeit, in der McDonald’s eine höhere Kreditwürdigkeit hat als Irland.“

Als nächstes großes Krypto-Projekt sieht er in diesem Zusammenhang den geplanten Facebook-Coin. Auf die Frage, ob eine solche Fragmentierung des Währungsmarktes nicht unnötig kompliziert wäre, entgegnet Brown, dass er übergreifende Allianzen als Antwort auf dieses Problem sieht.

So würden sich mehrere Unternehmen zusammenschließen, um eine einheitliche Kryptowährung für ihre Transaktionen zu nutzen. Dahingehend sieht er den JPMCoin von JPMorgan in einer Vorreiterrolle, denn mehr als 270 Banken greifen mittlerweile schon auf die Digitalwährung des Kreditinstituts zurück, um darüber ihre internen Zahlungsgeschäfte abzuwickeln.

Wie Cointelegraph gestern berichtet hat, setzt JPMorgan auch in anderen Bereichen verstärkt auf Blockchain-Technologie.

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