Chilenischer Kartellgerichtshof: Banken müssen gesperrte Konten von Krypto-Börsen freigeben

Die große chilenische Krypto-Währungsbörse Buda hat ein Gericht überzeugt, die Wiedereröffnung ihrer Konten bei zwei großen chilenischen Banken anzuordnen, berichtete Bloomberg am 25. April.

Das chilenische Kartellgericht hat das Urteil auf seiner Website veröffentlicht und die staatliche Bank Banco del Estado de Chile und Itau Corpbanca angewiesen, die Konten von Buda wieder zu eröffnen, während der Prozess gegen zehn Banken, darunter die beiden oben genannten, fortgesetzt wird. Die Krypto-Börse hatte die Banken wegen einer Meinung nach "ungerechtfertigte" Schließung ihrer Konten verklagt.

Anfang dieses Monats hatte eine Gruppe von Börsen in Chile rechtliche Schritte gegen die Entscheidung der Banken, ihre Konten zu schließen, eingeleitet. Buda, Orionx und CrytpoMarket sagen, dass das Bankensystem in Chile einseitige Maßnahmen ergriffen habe, welche die gesamte Branche auslöschten.

In einem Interview mit Cointelegraph erklärte Buda-CEO Guillermo Torrealba, dass Chile sich zwar offen und liberal gegenüber neuen Technologien zeigen möchte, das "Furnier aber dünn sei":

"Chile zeigt seine "B"-Seite, die eines extrem konservativen Landes, obwohl wir große Anstrengungen unternehmen, damit die Welt uns als Liberale sieht."

Wie Torrealba berichtet, weigern sich die Banken, trotz eines Aufschreis in den Medien und auf Twitter zu reagieren. Er sagt, dass der mächtige Bankensektor das Umfeld für Kryptowährung schlechter mache als in Ecuador, Bolivien oder China.

Torrealba betonte, dass es keine Gesetze, Urteile oder Gesetze gibt, die Kryptounternehmen daran hindern, normal zu arbeiten, sondern dass der Bankensektor die Rolle eines hegemonialen Regulators übernommen habe:

"Es gibt keinen einzigen Regulierer, Gesetzgeber oder Regierungsbeamten, der sagt, dass Krypto-Währungen nicht legal sind, es war nur die Entscheidung eines sehr mächtigen Sektors der Wirtschaft: des Bankensektors."