Citrix Umfrage: 59 Prozent der britischen Firmen von Cryptojacking betroffen

Bis zu 59 Prozent der britischen Unternehmen sind irgendwann von Cryptojacking-Malware betroffen gewesen. Etwa die Hälfte dieser Fälle fand im Vormonat statt, wie die Nachrichtenagentur Internet of Business am 15. August unter Berufung auf eine von Citrix in Auftrag gegebene Untersuchung berichtet.

Laut Internet of Business befragte die von der Softwarefirma Citrix in Auftrag gegebene und von OnePoll durchgeführte Studie 750 IT-Führungskräfte von britischen Unternehmen, die über 250 Mitarbeiter beschäftigen, nach ihren Erfahrungen mit Cryptojacking-Angriffen.

Cryptojacking-Malware nutzt die Rechenressourcen ihres Opfers ohne dessen Erlaubnis, um Kryptowährungen für den Angreifer zu minen. Dies führt zu einem großen Anstieg des Stromverbrauchs und zur Verlangsamung der betroffenen Geräte.

Laut der Citrix-Studie gaben 59 Prozent der Befragten an, dass sie irgendwann von Cryptojacking-Malware betroffen waren. Mindestens 80 Prozent dieser Fälle fanden in den letzten sechs Monaten statt.

Dreißig Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, dass sie allein im letzten Monat betroffen waren.

Cryptojacking

In Zahlen gaben 60 Prozent der Befragten an, dass bis zu 50 Geräte in ihrem Unternehmen betroffen waren, in 11 Prozent der Fälle waren es bis zu 100.

Nachdem ein Angriff entdeckt wurde, haben bis zu 67 Prozent der Unternehmen formale Richtlinien, um damit umzugehen - eine überraschend hohe Zahl für eine so kürzlich aufgetauchte Bedrohung wie Cryptojacking, wie Internet of Business bemerkt.

Die Bedrohung durch Cryptojacking ist für Unternehmen und Privatpersonen weltweit sehr real, wobei die Anzahl der Angriffe im ersten Quartal 2018 um satte 629 Prozent zunahm, so ein zuvor erschienener Bericht der Sicherheitsfirma McAfee Labs.

Obwohl das Interesse an diesem Angriffsvektor im zweiten Quartal des Jahres - vor allem wegen des Rückgangs der Kryptowährungskurse - mutmaßlich gesunken ist, ist die Malware immer noch allgegenwärtig. In einem Fall ging sie sogar über ein Videospiel auf dem Steam-Marktplatz auf die Opfer über.