Bestätigt: Ehemaliger Coinbase-Mitarbeiter kommt zu ICE-Plattform Bakkt

Der ehemalige Leiter der Abteilung für institutionelle Produkte an der großen US-Kryptobörse Coinbase Adam White wird für die aufkommende Plattform Bakkt der Intercontinental Exchange (ICE) arbeiten. Laut einem Medium-Post vom 15. Oktober wird Weiß im November dieses Jahres als den Betrieb als COO leiten.

Mit dieser Nachricht wurden inoffizielle Berichte bestätigt, die bereits letzte Woche in Umlauf waren. Wie bereits berichtet, war Adam White der fünfte Mitarbeiter von Coinbase überhaupt und kam 2013 hinzu, als die Gründer "noch in einer Einzimmerwohnung arbeiteten und Bitcoin bei rund 200 Dollar (172 Euro) lag". Er blieb fünf Jahre lang bei der Firma, während sie immer weiter wuchs und ihre heutige Popularität erreichte.

Gleichzeitig mit der heutigen Ankündigung über Medium hat der neue COO mit Fortune über seine Gründe für diesen Schritt gesprochen. Dabei hat er erklärt, dass er glaubt, das neue Projekt von ICE werde der Anlass für jene institutionellen Investoren sein, die bisher damit "gewartet haben", in den Krypto-Raum einzutreten. Es sagte laut Berichten:

"Im Jahr 2017 sah ich eine große Veränderung. Das Interesse an Bitcoin und anderen Währungen begann sich vom Einzelhandel auf eine institutionelle Ebene zu verlagern. Aber das Niveau der Infrastruktur der bestehenden Handelsseiten entsprach oft nicht deren Erwartungen."

White sagte gegenüber Fortune außerdem, dass er glaube, dass traditionelle Bankenriesen darauf gewartet haben, dass das Niveau der Sicherheitsstandards für den Krypto-Handel das Niveau der traditionelleren Märkte zu erreichen. Als Beispiele nannte er etwa Aktien oder Anleihen. Er erklärte daraufhin: "Deshalb bin ich zu Bakkt gegangen".

Im Interview mit Fortune ging es auch um die Meinung von White zum diesjährigen, sehr langwierigen Krypto-Bärenmarkt. Dazu sagte er, dass es darauf ankomme, die Anzahl der täglichen Transaktionen für Kryptowährungen von Jahr zu Jahr zu steigern, sowie auf neue Protokolle für Open-Source-Softwareentwickler.

Wie bereits berichtet, hat ICE - der Betreiber von 23 führenden globalen Börsen, wie die New York Stock Exchange (NYSE) - seine Pläne für Bakkt im August dieses Jahres vorgestellt. Bakkt soll ein "nahtloses", globales Ökosystem für digitale Vermögenswerte werden.

Im offiziellen Beitrag von Heute heißt es, dass sich das Unternehmen darauf konzentriere, "Risiken zu minimieren und gleichzeitig Möglichkeiten für Institutionen zu schaffen". Das wird mit mehreren Details zu seinen vorgeschlagenen, "konservativen Marktdesigns" erläutert. Dabei wurde betont, dass "Vermischung, Hebelwirkung und Weiterverpfändung" in seinem Angebot nicht enthalten sein würden.

Zu den am meisten erwarteten Angeboten von Bakkt gehört ein eintägiger, physisch gelieferter Bitcoin (BTC)-Vertrag. Vorausgesetzt, die US-Regulierungsbehörden genehmigen diesen.

Ende August hatte das Unternehmen bereits betont, dass es Margenhandel bei seinem BTC-Kontrakt nicht unterstützen würde. Das wurde heute erneut bekräftigt.