ConsenSys investiert in isländisches Blockchain-Startup

Das Blockchain-Gründungszentrum ConsenSys hat an einer Investitionsrunde des isländischen Startups Monerium teilgenommen, bei der insgesamt 2 Mio. US-Dollar Kapital generiert werden konnten. Dies wurde in einer entsprechenden Pressemitteilung vom 11. Januar verkündet. Zu den Gründern des Startups gehört der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der isländischen Zentralbank.

Als größter Geldgeber tat sich die Investmentfirma Crowberry Capital hervor, ein weiterer Teilnehmer war der isländische Privatinvestor Hof Holdings.

Das Startup Monerium wurde im Jahr 2016 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, „eine Brücke zwischen Fiatgeld und Blockchain zu schlagen“, indem sogenanntes E-Geld herausgegeben wird.

Neben Jon Helgi Egilsson, dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der isländischen Zentralbank, gehören Gísli Kristjánsson, Hjörtur Hjartarson und Sveinn Valfells zu den Unternehmensgründern. Ihnen untersteht eine Belegschaft von 14 Mitarbeitern, die in Island, Schweden, Großbritannien und den USA sitzen.

Derzeit wartet Monerium auf eine Zulassung, um lizensierter Finanzdienstleister im Europäischen Wirtschaftsraum (EEA) zu werden. Die Lizenz ist von entscheidender Bedeutung für die Emission des Blockchain-gestützten E-Geldes und den damit zusammenhängenden Dienstleistungen.  

Andrew Keys, Mitbegründer von ConsenSys, gibt in der Pressemitteilung an, dass die Investition in Monerium dabei helfen soll, „die notwendige Infrastruktur für eine dezentralisierte Zukunft aufzubauen“.

Diesen Monat ist ConsenSys zuvor eine Kooperation mit dem Chip-Hersteller AMD und dem Vermögensverwalter Halo Holdings eingegangen, um gemeinsam einen Blockchain-basierten Cloud-Service zu entwickeln. Des Weiteren hat ConsenSys im Dezember eine Absichtserklärung mit der südkoreanischen SK Group unterzeichnet, um ein gemeinsames Blockchain-Geschäftsmodell auf Grundlage von Smart Contracts zu erarbeiten.