Kleimann-Fall: Craig Wright legt gefälschte Dokumente vor

Der selbsternannte Bitcoin (BTC)-Schöpfer Craig Wright soll gefälschte Gerichtsdokumente vorgelegt haben, um eine Treuhandurkunde mit Kleimann nachzuweisen, wie aus den Dokumenten hervorgeht, die am 3. Juli vom Prozessanwalt Stephen Palley auf Twitter veröffentlicht wurden.

Laut Palley habe der selbsternannte Satoshi Nakamoto es nicht geschafft, seine Behauptungen nachzuweisen. Er habe Gerichtsdokumente vorgelegt, von denen Palley behauptet, sie seien gefälscht, da darin mehrere chronologische Widersprüche enthalten seien.

Unter den Dokumenten, die am 3. Juli beim Bezirksgericht für den südlichen Bezirk Floridas eingereicht wurden, befindet sich ein Dokument, das ein Nachweis für die Zusammenarbeit zwischen Wright und dem inzwischen verstorbenen David Kleiman sein sollte. Die Anwälte des Verstorbenen hatten im Februar 2018 das Verfahren gegen Wright eingeleitet. Kleimans Anwälte werfen Wright vor, nach Kleimans Tod im April 2013 Hunderttausende von Bitcoin gestohlen zu haben, die damals über 5 Mrd. US-Dollar wert waren.

Der vorgelegte Treuhandvertrag sei zwar auf den 23. Oktober 2012 datiert, doch die Metadaten der Akte würden darauf hindeuten, dass der Vertrag in Wirklichkeit nach dem Tod von Kleiman erstellt worden sei, wie Palley herausfand. Das Treuhanddokument verwendet offenbar einen Copyright-Vermerk aus dem Jahr 2015, der sich auf die Microsoft-Word-Schriftart Calibri bezieht. Das würde bedeuten, dass das Dokument nicht früher erstellt worden sein konnte.

Mutmaßlich gefälschte Treuhanddokumente von Craig Wright

Mutmaßlich gefälschte Treuhanddokumente von Craig Wright. Quelle: Stephen Palley

Nachdem er Wright die Fälschung von Gerichtsunterlagen vorwarf, schrieb Palley:

"Ich meine, es macht Sinn, dass der Erfinder von Bitcoin Zeitreisen machen kann.  Euer Ehren."

Ende Juni erklärte Wright, dass er einer gerichtlichen Anordnung nicht nachkommen könne, laut der er eine Liste aller seiner früheren Bitcoin-Adressen vorlegen sollte. Er behauptete, dass er Kleiman vor seinem Tod eine wichtige Information zu den Geldern und Wallets gegeben habe.