Ein Kryptoanalyst mit über 63.000 Followern ist in die Kritik geraten, weil er zahlreiche Screenshots mit Photoshop bearbeitet haben soll, um den Eindruck zu erwecken, dass seine Geschäfte erfolgreicher waren, als sie tatsächlich waren. 

Der Twitter-Nutzer "King" hat am 14. März Screenshots gepostet, die zeigen sollen, dass Jacob Canfield, der selbsternannte "Kryptowährungsanalyst Nr. 1" auf Twitter, immer wieder Bilder manipuliert habe, auf denen die Entwicklung seiner Geschäfte dargestellt wurden.

Kryptoanalytiker: Mehr als 10 Trade-Screenshots verändert

Als Reaktion auf die Kommentare auf Twitter gab Jacob Canfield in einem inzwischen gelöschten Beitrag vom 13. März öffentlich zu, er habe "eine Handvoll Trades" mit Photoshop bearbeitet und auf Twitter gepostet, "um sie besser aussehen zu lassen". In dem Post fügte er hinzu, das Photoshopping "wird nie wieder vorkommen".

Am 14. März veröffentlichte King jedoch Screenshots, die darauf hindeuten, dass Canfield einen Screenshot geändert hatte, auf dem sein Gewinn von 7 Bitcoins (BTC) auf 15,59 BTC geändert wurde. Das war noch am selben Tag, an dem er versprach, das nicht mehr zu tun.

Der Beitrag enthielt auch Screenshots von Nachrichten zwischen Canfield und King, in denen Canfield freimütig zugibt, Photoshop verwendet zu haben, um den Gewinn von 7 BTC auf 15,59 BTC zu ändern. King behauptet, er könne beweisen, dass mehr als 10 Screenshots manipuliert worden seien.

Canfield wirft King versuchte Erpressung vor

Das Drama ist in den letzten 24 Stunden eskalierte, als King anbot, die US-Börsenaufsichtsbehörde nicht zu kontaktieren, wenn Canfield im Gegenzug seine Premium-Abonnentengruppe namens Signal Profits auflöst.

Am 15. März lud King Screenshots eines weiteren Gesprächs zwischen ihm und dem Trader hoch. Canfield warf King darin vor, ihn erpressen zu wollen.

Bei dem Gespräch deutet King wiederholt an, dass er bereit sei, Canfield ein anderes Angebot zu machen, statt ihn seine Gruppe auflösen zu lassen.

King droht auch damit, Screenshots ihres Gesprächs an die Handelsgruppe von King auf Discord zu schicken, wenn er keine andere Lösung habe. Er erklärte: "Ich habe auch gerade alle Discord-IDs in Ihrer Gruppe aufgeschrieben. Ich werde dieses Gespräch an diese Nutzer schicken, wenn Sie keine Lösung haben."

Canfield hat seither erklärt, dass er seine Trades in Zukunft live streamen werde.

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