Börsen-Token-Verkauf auf Liquid Network: Kryptobörse BTSE will 50 Mio. US-Dollar aufbringen

Die Spot/Futures-Börse BTSE, die auch mehrere Währungen anbietet, plant, ihren firmeneigenen Token-Verkauf erstmals auf einer Bitcoin-Sidechain abzuhalten. 

Die Börse will 50 Mio. US-Dollar aufbringen, wie Finance Magnates am 10. Dezember berichtete. Der Mindestanlagebetrag beträgt 150.000 US-Dollar.

Die Tatsache, dass BTSE sein Angebot auf einer Bitcoin-Sidechain veranstaltet, unterscheidet es von anderen Börsen-Token. Diese nutzen nämlich größtenteils entweder das Ethereum-Netzwerk oder eine interne Blockchain.

BTSE will sein Token im Liquid Network herausbringen. Das Netzwerk basiert auf einer Sidechain auf der Bitcoin-Blockchain und fungiert als Abwicklungs- und Zahlungsnetzwerk für Kryptobörsen, Market Maker, Broker und andere Finanzinstitute. 

Laut der BTSE soll der Token-Verkauf im März 2020 losgehen. Dabei werden die Token zu einem Preis von je 1 US-Dollar verkauft. Dazu gibt es gestaffelte Rabatte und Vestingoptionen.

BTSE plant Expansion in außerbörsliche und Mining-Märkte

Die Börse erklärte, dass sie das aufgebrachte Geld nutzen werde, um ihre Plattform und die Liquiditätstiefe auszubauen, in die Kredit-, außerbörslichen und Mining-Märkte zu expandieren und mehr Benutzer zu gewinnen, um ihren Gesamtumsatz zu steigern.

Derzeit stützt sich das Umsatzmodell der BTSE auf Plattform- und Debitkartengebühren, OTC-Margen, Kreditvergabe und Mining. Das Mining erzielt dabei eine erwartete Rendite von 30 Prozent pro Jahr, wie es im Dokument heißt. Um den Umlauf und die Knappheit zu steuern, will die BTSE ihr Token an ein Rückkaufprogramm binden:

"Jeden Monat werden wir 30 Prozent aller Einnahmequellen abzweigen, sie einem Liquiditätspool zuordnen und damit dann Token zum Marktpreis zurückkaufen, bis das Angebot halbiert wurde."

Im Dokument heißt es weiter, dass neben dem Rückkaufsystem auch die Token-Knappheit durch Anreize, wie etwa verzinsliche Konten, niedrigere Gebühren und höhere Rabatte, gefördert werden soll.

Datenschutzmaßnahmen

Das Liquid Network wurde von der Blockchain-Infrastrukturfirma Blockstream entwickelt und bietet auch Datenschutzfunktionen. Darunter etwa die Funktion Vertrauliche Transaktionen sowie Atomare Swaps, die den Austausch eines Token gegen einen anderen ermöglichen, ohne dass ein vertrauenswürdiger Dritter oder eine zentralisierte Börseninfrastruktur erforderlich wäre.  .

Wie Anfang Herbst berichtet wurde, bietet die BTSE nun auch den Handel mit Monero (XMR)-Futures an und ist damit eine der ersten und einzigen Börsen, die Futures-Kontrakte auf diesen Datenschutz-Altcoin anbietet.

Die Börse hat vom Dubaier Wirtschaftsentwicklungsministerium eine Lizenz erhalten und steht unter der Aufsicht der Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate, wie es auf ihrer Webseite heißt.