Die Kryptobörse Gemini hat am 3. Dezemberknapp ein Fünftel der Umlaufmenge ihrer firmeneigenen Kryptowährung Gemini Dollar (GUSD) vernichtet.

Wie der Krypto-Informationsdienst Whale Alert am 3. Dezember festgestellt hat, wurden insgesamt 1.035.020 GUSD in nur einer einzigen Transaktion „verbrannt“. Diese Menge entspricht ungefähr 20% der zuvor zirkulierenden Umlaufmenge an GUSD. Die verbleibende Umlaufmenge des Stablecoins beläuft sich nun auf etwas mehr als 4,1 Mio. GUSD.

Gemini Dollar market cap one-day chart

24-Stunden Marktkapitalisierung des GUSD. Quelle: CoinMarketCap

Hoch geflogen, tief gefallen

Der Gemini Dollar hat seit seiner Einführung im September 2018 eher schlecht performt. Die Kryptowährung hat sich zwar eine Bestätigung von der New Yorker Finanzaufsicht eingeholt, dass das US-Dollar vermögen, an das der Stablecoin angebunden ist, tatsächlich „in einer amerikanischen Bank eingelagert und versichert ist“.  

Allerdings scheint die behördliche Freigabe, die für Stablecoins nicht selbstverständlich ist, kein schlagkräftiges Argument zu sein, dass die Community von der Nutzung der Kryptowährung überzeugt. Wie die Daten von CoinMarketCap zeigen, standen für den GUSD am 3. Dezember nur noch 3,3 Mio. US-Dollar Handelsvolumen zu Buche, was ein heftiger Abstieg im Vergleich zum Rekordwert vom 20. Februar 2019 ist, als noch 249,4 Mio. US-Dollar Handelsvolumen erzielt werden konnte. Das anfängliche Interesse am Stablecoin hat mittlerweile also deutlich nachgelassen.

Die jüngste „Verbrennung“ eines großen Teils der Umlaufmenge wurde auch in der Kryptobranche bemerkt. So meint Frank Chaparro, Direktor des Krypto-Nachrichtenportals The Block, dass „der GUSD einer der größten Krypto-Reinfälle 2019 ist“.

Stablecoins sorgen derweil auf der ganzen Welt für Unruhe. Wie Cointelegraph berichtet, fordert nun auch der Chef der japanischen Zentralbank, dass globale Stablecoins im Voraus alle denkbaren Risiken ausräumen müssten, ehe sie in Betrieb genommen werden dürften.

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