Es waren ein paar sehr schwankende Tage für den Kryptomarkt diese Woche, da der Bitcoin (BTC) das erste Mal seit November unter 5.600 Euro gerutscht ist. Nun rechnen mehrere Krypto-Experten damit, dass es einen Bullenlauf geben wird. Experten sagten gegenüber CNBC heute, am 7. Februar, dass die Gesamtmarktkapitalisierung auf bis zu 810 Mrd. Euro steigen könnte. Bei Bitcoin halten sie einen Anstieg auf über 40.000 Euro bis Ende des Jahres für möglich.
Jamie Burke ist der CEO von Outlier Ventures, Europas erstem Blockchain-basierten Gründerzentrum. Gegenüber CNBC sagte dieser, dass auf den prognostizierten Bullenlauf eine Beruhigung des Marktes folgt:
"Wir glauben, dass der Markt nach Februar einen Bullenlauf hinlegen wird, vielleicht sogar in größerem Umfang als letztes Jahr. Die Marke von einer Billion Dollar könnte sogar geknackt werden. Daraufhin wird möglicherweise ein Krypto-Winter einsetzen, in welchem der Markt sich auf wesentliche Grundzüge des Marktes konzentrieren kann."
Thomas Glucksmann, der Leiter der APAC-Abteilung bei Gatecoin, sieht in Regulierungen, der Einführung von institutionellem Kapital und technologischen Fortschritten, wie dem Lightning Network, die Hauptgründe der steigenden Kryptowährungskurse. Er sagte gegenüber CNBC in einer Email:
"Es gibt keinen Grund dafür, dass Bitcoin die Marke von 50.000 Dollar bis Dezember nicht überschreiten sollte."
Im April 2017 als BTC den damaligen Höchstwert von 1.053 Euro erreicht hat, hat Glucksmann die Verbindung zwischen dem Kurssprung und dem Bitcoin-ETF-Vorschlag der Winklevoss-Zwillinge angesprochen. Dieser Vorschlag wird durch die US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) überprüft.
Die SEC und der Handelskommission für Rohstoff-Futures (CTFC) hatten gestern, am 6. Februar, eine gemeinsame Sitzung. In dieser Sitzung ging es um die Rolle der beiden Behörden in der Kryptowährungswelt und sie könnte dazu beigetragen haben, dass der Markt einen so starken Rebound heute, am 7. Februar verzeichnen konnte.
Glucksman hat auch geschrieben, dass die Veröffentlichung eines Krypto-ETFs ein möglicher Grund für das Wachstum des Marktes sein könnten. Damit zieht er eine Parallele zu dem steigenden BTC-Kurs auf 13.600 Euro nach der Einführung der CBOE-Futures im Dezember 2017:
Ein möglicher Appetitanreger für die Bullen bzw. der Auslöser für die Erholung könnte die Veröffentlichung eines weiteren Anlageinstruments sein, das sich auf Kryptowährungen stützt und auf einer großen Börse gelistet ist. Es stehen mehrere Kandidaten in den Startlöchern und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir einen ETF (Börsenhandelsfonds) haben, der sich auf Kryptowährungen stützt."
Utility-Token, wie zum Beispiel IOTA, NEO und Ethereum sind ebenfalls Dinge, die man laut dem CEO von Hercules Tech, Mick Sherman, in den kommenden Monaten noch beobachten sollte:
"Utility-Token und Anlagegegenstände mit einer funktionierenden Plattform und einem transparenten Grund, warum sie sowohl eine Blockchain als auch ihre eigenen Token brauchen, werden dieses Jahr wahrscheinlich eher an Wert gewinnen. Manche dieser Krypto-Anlagegegenstände werden noch Jahre ungenutzt bleiben, was bedeutet, dass sie keinen Nutzungswert haben."
Ran Neuner, der Moderator der CNBC-Sendung CryptoTrader, hat seinen Tweet vom 1. Februar gepinnt, in dem er vorausgesagt hat, dass Bitcoin Ende 2018 über 40.000 Euro wert sein wird:
Ich wollte nur mal anmerken, dass ich diesen Tweet pinne. Bitcoin wird Ende 2018 bei 50.000 Dollar liegen.
— Ran Neuner (@cryptomanran) 2. Februar 2018
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