Die Schweizer Stadt Zug wird in diesem Sommer eine Blockchain-angetriebene Probeabstimmung durchführen, wie das lokale Medienportal Swissinfo.ch am 8. Juni berichtet. Das Ereignis, das zwischen dem 25. Juni und dem 1. Juli stattfinden soll, ist angeblich die erste Kommunalabstimmung der Schweiz, bei der Blockchain verwendet wird.
Dem Bericht zufolge wird die bevorstehende Probeabstimmung das im November 2017 eingeführte System der digitalen ID (eID) der Stadt umsetzen. Das System wird es den Bürgern ermöglichen, über ihre mobilen Geräte abzustimmen.
Neben der Abstimmung über kleinere kommunale Angelegenheiten werden die Bürgerinnen und Bürger auch gefragt, ob künftig ein Blockchain-basiertes eID-System für Volksabstimmungen genutzt werden soll. Da es sich bei der bevorstehenden Abstimmung um einen Probelauf handelt, sind die Ergebnisse für die Stadtverwaltung unverbindlich, so Swissinfo.ch.
Nachdem "Crypto Valley" etabliert wurde, ein globales Zentrum für Krypto- und Blockchainentwicklung, hat sich Zug zu einem der Zentren der "weltweit führenden Ökosysteme für Krypto-, Blockketten- und Distributed-Ledger-Technologien" entwickelt. Im Jahr 2016 rief Zug eine Initiative ins Leben, die Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel für bestimmte kommunale Dienstleistungen akzeptiert.
Dank des "Crypto Valley" und der steuerfreien Politik des Landes für Kryptoinvestoren ist die Schweiz Berichten zufolge das Blockchain-freundlichste Land Europas.
Am 6. Juni wurde die private Hypothekarbank Lenzburg, die erste Bank in der Schweiz, die Geschäftskonten für Blockchain- und Kryptowährungsunternehmen zur Verfügung stellte.
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