Mit dem Beginn der Wahlsaison 2024 in den Vereinigten Staaten haben sich die Kryptoindustrie und die breitere Krypto-Community implizit darauf verständigt, die scheinbaren Pro-Krypto-Kandidaten zu unterstützen. Dr. Tonya M. Evans, Juraprofessorin an der Pennsylvania State University, hat sich mit Cointelegraph in diesem Kontext zusammengesetzt, um den Einfluss von Kryptowährungen auf die kommenden Wahlen zu erklären.
Laut Dr. Evans wird vor allem das bevorstehende Präsidentschaftsrennen mit hauchdünnen Vorsprüngen entschieden werden – weshalb viele Themen die Wahl potenziell noch beeinflussen können, darunter auch Kryptowährungen.
Die Juraprofessorin merkte jedoch auch an: „Wenn Sie zu den Wählern gehören, die sich mit mehreren Themen befassen und zufällig auch an Kryptowährungen interessiert sind, ist es weitaus unwahrscheinlicher, dass Sie sich von einem der beiden Kandidaten allein in diesem Punkt beeinflussen lassen.“
Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl 2024. Quelle: 270towin
Für die US-Präsidentschaftskandidaten, die um die umkämpften Bundesstaaten ringen, ist es von strategischer Bedeutung, diese hauchdünnen Vorsprünge auszunutzen. Dr. Evans erklärt:
„In diesem Rennen geht es nicht um den Sieg in der Bevölkerung, sondern darum, das Spiel um das Wahlmänner zu meistern. Das bedeutet, dass schon kleine Wählerverschiebungen in entscheidenden Staaten wie Pennsylvania, Georgia, Arizona usw. den Ausschlag geben könnten.“
Die Professorin drückte in diesem Zusammenhang auch ihre Zuversicht aus, dass die Unterstützung für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte überparteilich ist und über politische Machtspiele hinweggeht – eine Ansicht, die durch die 14 Millionen US-Dollar bestätigt wird, die von politischen Aktionskomitees bisher für die Lobbyarbeit für Kryptowährungen ausgegeben wurden.
Welche Rolle spielt Krypto bei den Wahlen?
Für viele Wähler ist Krypto mehr ein „Top-of-Mind-Thema, wenn auch kein Top-Thema“, stellte Dr. Evans klar. Sie wies auf die Bedeutung des Themas für die Wähler hin, aber auch auf seine Unterordnung unter andere Wahlkampfthemen wie Abtreibungsrechte und Wirtschaftspolitik.
Eine kürzlich durchgeführte Benzinga-Umfrage ergab, dass 6 % der Befragten die US-Präsidentschaftskandidaten 2024 bei einer Debatte über Kryptowährungen sprechen hören wollten, während 45 % über die Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen sprechen wollten und 24 % fordern, dass die Kandidaten über Einwanderung sprechen.
Eine weitere Umfrage der Kryptobörse Gemini ergab, dass 73 % der in den Vereinigten Staaten befragten Erwachsenen angaben, dass die Krypto-Politik eines Kandidaten „einen gewissen Einfluss“ auf ihre Wahlentscheidung haben würde.
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