Die Liquidatoren der außer Betrieb gesetzten neuseeländischen Kryptowährungsbörse Cryptopia haben im Rahmen des Rückerstattungsprozesses den Schutz der Nutzerdaten, die in den USA gespeichert sind, beantragt, wie aus einer Erklärung vom 27. Mai hervorgeht.
Die Börse Cryptopia, die im Januar gehackt wurde, arbeitet seit Monaten mit Strafverfolgungsbehörden weltweit zusammen, um die Kontrolle über das gestohlene Geld im Wert von umgerechnet rund 14,3 Mio. Euro zu erlangen.
Die Börse beauftragte Grant Thornton mit der Leitung der Liquidation. Das bestätigte, dass sie am 24. Mai beim Insolvenzgericht im südlichen Bezirk von New York einen dringenden vorläufigen Rechtsschutz beantragt hatte.
In diesem Antrag wird die USA ferner aufgefordert, das neuseeländische Liquidationsverfahren anzuerkennen.
"Wir haben diese Maßnahmen ergriffen, um Cryptopia-Daten zu schützen, die auf Servern eines Unternehmens in Arizona gespeichert und gehostet werden", so die Erklärung. Außerdem heißt es:
"Die vorläufige Verfügung schützt die Cryptopia-Daten, darunter eine SQL-Datenbank, die die Kryptowährungsbestände und die Kontaktdaten jedes einzelnen Kontoinhabers enthält. Ohne diese Informationen ist es unmöglich, einzelne Bestände den Währungsbeständen von Cryptopia zuzuordnen."
Wie Cointelegraph berichtete, hatte Grant Thornton zuvor gewarnt, dass Benutzer, die ihr Geld wieder bekommen wollen, Monate warten müssten. Das wurde auch in der Erklärung noch einmal deutlich gemacht.
"Wir gehen davon aus, dass die Datenwiederherstellung und Ausschüttungen an Kontoinhaber mindestens einige Monate dauern werden", fügte das Unternehmen hinzu. Es hieß:
"Wir verstehen, dass diese Verzögerung für die Kontoinhaber ärgerlich ist. Aus diesem Grund arbeiten wir daran, diese Probleme so schnell wie möglich zu lösen."
Indessen haben Beobachter die gestohlenen Ether nachverfolgt und herausgefunden, dass die Hacker diese letzte Woche auf verschiedene Adressen gesendet haben.
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