Ein dezentralisiertes Blockchain-Projekt hat einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen, durch den das nächste Wikipedia erschaffen werden soll.

Das Blockchain-Projekt namens Free TON sieht eine Reihe von Problemen bei der erfolgreichen Onlineenzyklopädie, weshalb es sich nun dieses ambitionierte Ziel gesetzt hat. Allen voran die soziale Gestaltung von Wikipedia sieht Free TON als Kritikpunkt, denn diese würden Menschen oftmals davon abhalten, einen Beitrag zu leisten, womit potenzielles Wissen schon im Voraus verlorengeht.

Ein weiteres großes Problem ist, dass Wikipeida auf der eigenen Seite keine genauen Analysedaten erhebt und zur Verfügung stellt, obwohl jede einzelne Änderung strengstens protokolliert wird. Dementsprechend hängt die Entscheidungsfindung über die Validität von Informationen oftmals von alteingesessenen Community-Mitgliedern und Administratoren ab.

Zudem ist die Abdeckung an Themen in der Enzyklopädie sehr unausgeglichen, denn die meisten Menschen leisten nur Beiträge zu Themen, die sie interessieren, weshalb es einen gezielten Aufwand braucht, um rückständige Artikel zu ergänzen.

Einige dieser Probleme will Free TON nun im Rahmen des Wettbewerbs namens Freecyclopedia lösen.

Darunter auch die oftmals geringe Qualität von Wikipedia-Artikeln, die in machen Fällen nicht nur schlecht geschrieben, sondern sogar fehlerhaft und veraltet sind. Diesen Umstand sieht Free TON allen voran darin begründet, dass redaktionelle Arbeit von der Plattform für selbstverständlich gehalten wird. Hier soll ein Mechanismus zur Entlohnung von Beitragserstellern Abhilfe schaffen.

Ein besseres Wikipedia

Free TON hält den Wettbewerb in zwei Phasen ab. In der ersten Phase, die bereits vom 30. Juni bis zum 18. August abgehalten wurde, ging es um die Gestaltung einer dezentralisierten Governance-Struktur, während in der bevorstehenden zweiten Phase die konkrete Umsetzung der neuen Plattform angegangen wird. Als Preisgeld winken 165.000 TON, die einem Gegenwert von 80.000 US-Dollar entsprechen.

Dazu müssen die Teilnehmer eine Lösung entwickeln, über die mehrere dezentralisierte Autoren Beiträge erstellen können, die ein Belohnungssystem für die Beitragerstellung enthält und ein Konsensverfahren zur Überprüfung der Richtigkeit von Informationen mitliefert. Kriterien, die für die moderne Blockchain-Technologie wie gemacht sind.

„Free TON hat alles, was Wikipedia fehlt. Einen starken Konsensmechanismus sowie eine skalierbare und schnelle Blockchain mit Smart Contracts, die alles Dagewesene um Längen schlägt“, so das Projekt.

Weitere Infos über Free Ton hier

Für mehr Effizienz

Wie Free TON des Weiteren zu bedenken gibt, warten bei Wikipedia aktuell mehrere Tausend Artikel auf die Freigabe, wobei die Prüfung im Backend dafür mehrere Monate dauern könnte.

Besonders für Beitragersteller eine wenig zufriedenstellende Situation, da sie oftmals keine konkrete Rückmeldung über den Status der von ihnen vorgeschlagenen Artikel oder Änderungen erhalten.

Die geplante Blockchain-Enzyklopädie will unter Beweis stellen, dass zuverlässige Qualitätskontrolle und Benutzerfreundlichkeit nicht im Widerspruch stehen. Vielmehr soll auch für erhöhte Transparenz gesorgt werden, um das Vorgehen so nachvollziehbar wie möglich zu gestalten.

Für die erste Phase des Wettbewerbs wurden, wie bereits erwähnt, 165.000 TON ausgeschrieben, wobei das Preisgeld in verschiedenen Abstufungen unter den Top-10 aufgeteilt wird. Der zehnte Platz darf sich über 3.000 TON freuen, und jede höhere Platzierung bringt den glücklichen Gewinnern weitere 3.000 TON ein.

Weitere Informationen über Free TON

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