Nachfrage nach Blockchain-Ingenieuren seit 2017 um 400% gewachsen

Das durchschnittliche Einkommen eines Blockchain-Ingenieurs ist auf umgerechnet rund 130.00 bis 150.000 Euro pro Jahr gestiegen. Das geht aus einem Bericht von CNBC vom 21. Oktober hervor. CNBC berief sich dabei auf den Hired-Bericht über den Stand der Gehälter von 2018.

Diese Zahl ist weit höher als das durchschnittliche Gehalt eines Software-Ingenieurs von umgerechnet rund 118.000 Euro pro Jahr. Damit sind Blockchain-Ingenieure in der gleichen Gehaltsklasse wie Spezialisten für künstliche Intelligenz (AI), während die Nachfrage nach Blockchain-Spezialisten zunimmt. Diese Zahl ist auch deutlich höher als bei anderen spezialisierten technischen Berufen; Der Hired-CEO Mehul Patel sagte gegenüber CNBC:

"Es gibt eine riesige Nachfrage im Blockchain-Bereich. Es gibt bereits einen Mangel an Software-Ingenieuren, aber hier ist das noch akuter und deshalb sind die Gehälter noch höher."

Hired, das Berichten zufolge seit 2017 Daten für Blockchain-Berufe zur Verfügung stellt, sagt, dass die Nachfrage seitdem um 400 Prozent gestiegen ist. Und das, obwohl der Kryptowährungsmarkt aktuell in einem Abwärtstrend sind.

CNBC erklärt, dass die Nachfrage durch das Interesse von globalen Technologieriesen, wie zum Beispiel  Facebook, Amazon, IBM und Microsoft weiter befeuert wird. Derzeit sind alle von ihnen auf der Suche nach Spezialisten aus diesem aufkommenden Sektor.

Hired sagte gegenüber CNBC, dass viele Stellenangebote zwar unter allgemeineren Berufen, wie beispielsweise "Backend-Ingenieur", "System-Ingenieur" oder "Lösungsarchitekt" kategorisiert sind, diese aber oft Blockchain als "wünschenswerte" Fähigkeit für Bewerber angeben.

Know-how, das gerne gesehen wird, umfasst "Netzwerk-, Datenbankdesign- und Kryptographie-Computing-Fähigkeiten" sowie fließende Kenntnisse der Programmiersprachen Java, JavaScript, C++, Go, Solidity und Python, so CNBC. Dabei beruft sich CNBC auf "mehrere Blockchain-Ingenieure" als Quelle. Patel erklärt auch, dass Unternehmen bei ihrer Rekrutierungsstrategie von Blockchain-Fachkräften auf eine "langfristige Perspektive" bauen.

Laut Hired umfasst der Bericht technische Fachkräfte in dreizehn Städten der Welt und basiert auf über "420.000" Interviewanfragen und einer optionalen demographischen Umfrage, in der nach Möglichkeit Daten zum Alter und der ethnischen Herkunft angegeben werden sollten.

Das separate Gehaltsvergleichs-Tool von Hired zeigt außerdem, dass die Nachfrage nach Blockchain-Ingenieuren in der San Francisco Bay Area, New York und London am größten ist.

Eine Analyse, die im August dieses Jahres von der Personalvermittlungsfirma Robert Walters veröffentlicht wurde, ergab, dass der Blockchain-Arbeitsmarkt in Asien einen anhaltenden Aufwärtstrend verzeichnet hat. Kryptowährungsspezifische Anwendungen scheinen hingegen mit dem volatilen Markt zu auf- und abzunehmen.