Weniger als eine Woche vor der Wahl in den Vereinigten Staaten, während Briefwahlen und vorzeitige Stimmabgaben bereits in vollem Gange sind, hat der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump in den sozialen Medien die Wähler nochmal an seine Wahlversprechen in Bezug auf Kryptowährungen erinnert.
In entsprechenden Posts auf Truth Social und X am 31. Oktober rief Trump seine rund 8 Millionen Anhänger auf, bei der Wahl 2024 für ihn zu stimmen, und kündigte an, er werde alle Bitcoin zukünftig „Made in USA“ machen, wenn er gewählt würde.
Seine Nachricht enthielt auch einen „Glückwunsch zum 16. Geburtstag“ des Bitcoin-Whitepapers und die Forderung, den „Krieg gegen Kryptowährungen“ von US-Vizepräsidentin Kamala Harris zu beenden – obwohl die demokratische Kandidatin zuletzt ebenfalls versprochen hatte, die Branche im Falle ihrer Wahl zu unterstützen.
Quelle: Truth Social
Im Oktober zeigten die meisten Umfragen, dass Vizepräsidentin Harris und Trump in den umkämpften Staaten, in denen das Ergebnis der Wahl wahrscheinlich entschieden wird, Kopf an Kopf liegen. In Georgia, Texas, Arizona, Teilen von Idaho, Utah und Nevada endet die vorzeitige Stimmabgabe am 1. November, in einigen Staaten kann noch bis zum Wahltag am 5. November frühzeitig gewählt werden.
Vom Krypto-Kritiker zum Krypto-Befürworter
Während seiner Amtszeit kritisierte Trump noch, BTC basiere auf „dünner Luft“ und bezeichnete die Kryptowährung im Jahr 2021 gar als „Betrug“. Als Präsidentschaftskandidat hat er nun allerdings mehrere Versprechen abgegeben, die sich spürbar auf die Branche auswirken könnten, darunter die Zusagen, den Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht zu begnadigen, das verbleibende BTC-Mining vollständig auf die Vereinigten Staaten zu konzentrieren und die Regierung an der Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung zu hindern.
Kurz vor dem Wahltag gab es auf den Social-Media-Plattformen zahlreiche Fehlinformationen über die beiden Präsidentschaftskandidaten und ihre Politik in Bezug auf Krypto und Blockchain.
Am 30. Oktober postete der MicroStrategy-Vorstandsvorsitzende Michael Saylor auf X Zitate aus einem nicht existierenden Interview, in dem behauptet wurde, Trump habe die Abschaffung der Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungen vorgeschlagen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte Saylor den Beitrag noch nicht entfernt, und der BTC-Lobbyist Anthony Pompliano hatte ihn auf LinkedIn erneut gepostet.
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