Die Ethereum-Kryptowährung Ether könnte schon bald zurück unter 2.000 US-Dollar abrutschen, wie ein beliebter Krypto-Analyst befürchtet.
Ether tendiert nach unten
So sieht der anonyme Krypto-Analyst I Am Wolf für die weitere Kursentwicklung von Ether schlechte Karten, obwohl sich der Kurs der zweitgrößten Kryptowährung um mehr als 3 % auf knapp 2.650 US-Dollar verbessern konnte.
Diesem Aufschwung zum Trotz warnt Wolf vor weiteren Verlusten für den führenden Altcoin.

Zu diesem Schluss kommt der Krypto-Analyst mit Blick auf das Kursdiagramm, in dem Ether ein klassisches „symmetrisches Dreieck“ bildet und zwischen beiden Seiten schwankt.
Im „besten“ Fall könnte der Kurs nach oben aus diesem Dreieck ausbrechen und den vorherigen Aufwärtstrend fortsetzen, weshalb viele andere Experten weitaus optimistischer sind als ihr Kollege.
Schon seit Anfang des Jahres bewegt sich Ether in einem symmetrischen Dreieck. Dabei ist ETH zwischenzeitlich um mehr als 50 % gefallen im Vergleich zum Rekordhoch vom November 2021 als ein Spitzenwert von über 4.850 US-Dollar erreicht wurde. Da die „Fortsetzungsregel“ allerdings besagt, dass in den meisten Fällen der geltende Trend weitergeführt wird, geht die Tendenz aktuell nach unten.

In Folge dessen könnte der Kurs bei einem Ausbruch nach unten potenziell ähnlich stark verlieren wie der Abstand zwischen Ober- und Unterseite des Dreiecks zum jeweiligen Zeitpunkt sind.
Sollte Ether also nach unten einbrechen, dann ist bei ausreichendem Handelsvolumen ein Crash bis unter die psychologisch wichtige 2.000 US-Dollar-Marke denkbar.
„Die Bullen werden versuchen, die langfristige Diagonale zu verteidigen, aber die Bären werden mit aller Macht versuchen, den Kurs bis auf 1.800 – 1.900 US-Dollar zu drücken“, so Wolf.
Akkumulation geht weiter
Der Pessimismus des Krypto-Analysten wird durch den jüngsten Aufschwung in der ETH-Akkumulation zumindest etwas entkräftet.
So haben Ethereum-Wallets mit 1 Mio. – 10 Mio. Ether, also einige der reichsten Anleger, knapp 2,2 % der in den letzten 6 Monaten geschaffenen Umlaufmenge aufgekauft, wie die Daten von Santiment zeigen. Dieses Kaufinteresse fiel mit dem Abschwung zusammen, was darauf schließen lässt, dass die großen Jungs diesen als Kaufgelegenheit genutzt haben.

Auch die kleinen Anleger waren während des Abschwungs aktiv, wie wiederum die Daten von Glassnode belegen. So ist die Anzahl der Ethereum-Adressen die mindestens 0,1 ETH enthalten am 7. März auf ein neues Rekordhoch von 6,972 Mio. Wallets angestiegen. Gleichsam ist die Anzahl der Adressen mit mindestens 0,01 ETH auf einen neuen Rekord von 21,8 Mio. Wallets geklettert.

Jedoch gibt es in dieser Hinsicht auch einen Rückschritt zu vermelden, denn nachdem die Anzahl der Wallets mit mindestens 1 ETH am 10. Februar auf einen Rekord von 1,42 Mio. Adressen gestiegen war, ist dieser wert leicht auf 1,41 Mio. Wallets abgefallen.
Nichtsdestotrotz sehen viele Analysten Ether noch immer optimistisch, denn der bevorstehende Umstieg vom Proof-of-Work (PoW) auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren bringt vielversprechende Verbesserungen mit sich. Marcus Sotiriou von GlobalBlock ist überzeugt, dass sich diese auch „positiv“ auf die Kursentwicklung auswirken werden.
„Der hauptsächliche Grund dafür ist, dass die Transaktionskosten auf dem Ethereum-Netzwerk durch den Umstieg drastisch sinken sollten, was aktuell noch der größte Nachteil von Ethereum ist“, so der Experte gegenüber Business Insider.
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