Einige Ethereum-Netzwerkteilnehmer versuchen, die Blockgröße des Netzwerks zu steigern. Das ist eine direkte Reaktion auf die Netzwerküberlastung.
Limit bald bei 10 Millionen pro Block
Wie von verschiedenen Quellen, darunter der Mitbegründer Vitalik Buterin, diese Woche bestätigten, laufen derzeit Tests, um die Netzwerkleistung zu verbessern und die Transaktionsgebühren zu senken.
"Angesichts der aktuellen Überlastung des #Ethereum-Netzwerks haben wir damit begonnen, mit einer Erhöhung der Gas-Blockgrenze auf 10 Millionen Gas zu experimentieren", wie der Mining-Pool Bitfly am 14. September twitterte.
Der Grund für diese Maßnahme ist ein erheblicher Anstieg der Ethereum-Netzwerknutzung, die vor allem auf den Stablecoin Tether (USDT) zurückzuführen sind, der von Bitcoin über den Omni Layer auf die Ethereum-Blockchain umgestiegen ist.
Laut Forschungsergebnissen der Überwachungswebseite Coin Metrics zahlten Ethereum-Nutzer ab dem 15. September fast genauso hohe Transaktionsgebühren pro Tag wie Bitcoin-Nutzer: bei Ethereum belief sich diese Summe auf 182.899 US-Dollar gegenüber 185.993 bei Bitcoin.
Seit dem 1. September ist die durchschnittliche Ethereum-Transaktionsgebühr von etwas über 0,11 US-Dollar auf knapp 0,39 US-Dollar gestiegen, wie aus Daten von Bitinfocharts hervorgeht.
Ether profitiert vor Bitcoin-Ausbruch
Gas ist der Token, den Ethereum-Nutzer bei der Durchführung von Aktivitäten im Netzwerk nutzen. Eine Verschiebung auf 10 Millionen Gas pro Block ist beträchtlich und würde einer Kapazitätssteigerung von insgesamt 25 Prozent entsprechen.
Die Berichte über diese Änderungen haben dem Markt für den firmeneigenen Ethereum-Token Ether offenbar wieder einen Aufschwung verschafft. Anfang der Woche konnte dieser einen soliden Zuwachs verzeichnen, während andere Kryptowährungen stagnierten.
Ein plötzlicher Einbruch bei Bitcoin ließ die Altcoin-Märkte sinken. Das ETH/USD-Paar konnte die Unterstützung bei 200 US-Dollar allerdings weiterhin halten.
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