Fintech-Start-Up-Bericht: Bitcoin ist nach Scharia-Gesetz

Blossom Finance, ein Fintech-Start-Up aus Indonesien, hat den Bericht seines internen Scharia-Beraters veröffentlicht. Dieser kommt zu dem Schluss, dass Bitcoin (BTC) unter dem Scharia-Gesetz "allgemein zulässig" ist. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag, 12. April, hervor.

Ende Februar veröffentlichte Cointelegraph auch einen Artikel darüber, ob Bitcoin Helal sei. Dabei wurde auch der CEO und Gründer von Blossom Finance Matthew J. Martin befragt. Er wurde ebenfalls von CT im Jahr 2015 interviewt . Er sagte gegenüber CT, dass Bitcoin nicht nur Helal sei, sonder sogar noch mehr Helal als Fiat Währungen sein könnte, da er auf Proof-of-Work basiert und nicht auf Schuld basiert.

Der Blossom-Bericht vom 5. April trägt den Titel "Ist Bitcoin Helal oder Haram: Eine Scharia-Analyse", geschrieben von Muhammad Abu Bakar, einem zertifizierten Mufti (muslimischer Rechtsexperte) und Haziz. Er hat 2002 den Koran erfolgreich auswendig gelernt.

Heute Morgen ist der Bitcoin-Kurs in 30 Minuten um über 800 Euro gestiegen, ein Sprung, der auf eine steigen Anzahl von muslimischen Krypto-Händlern seit der Veröffentlichung des Berichts von heute zurückzuführen ist.

Abu Bakar fasst die verschiedenen Definitionen im Islam für Eigentum (Mal) und Währung zusammen, um zu entscheiden, ob Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin, unter die Kategorie Helal (zulässig) oder Haram (verboten) fallen oder nicht. Er nennt auch verschiedene islamische Organisationen weltweit, die offizielle Stellungnahmen zu Bitcoins Rolle im Islam abgegeben hatten.

Abu Bakar verwendet diese beiden Definitionen, um die Gründe zu widerlegen, aus denen einige Organisationen, Regierungen und Leute (einschließlich des Großmufti von Ägypten, der türkischen Regierung, des Fatwa-Zentrums von Palästina und des Gelehrten Shaykh Haitam) der Meinung waren, dass Kryptowährung Haram sei.

Eine Analyse der allgemeinen Gründe für die "Verboten"-Kategorisierung zeigt, dass die Tatsache, dass Krypto kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, ein Hauptpunkt bei der Kategorisierung von Bitcoin als Haram ist. Abu Bakar schreibt jedoch, dass der legale oder nicht legale Status als Zahlungsmittel von Kryptos diese nicht davon ausschließt, Geld zu sein, da sie weitgehend akzeptiert werden; Ein weiterer Grund ist, dass Krypto nicht von einer zentralen Autorität kontrolliert wird - Abu Bakar schreibt, dass Krypto-Technologie, wie Blockchain, sicherer sein könnte als die derzeitigen Systeme;

Abu Bakar endet seinen Bericht mit einer leichten Warnung und merkt an, dass Kryptowährungen in den meisten Fällen zwar als Helal gelten (ausgenommen Rechtsgebiete, in denen Krypto verboten ist), aber Krypto-Händler Kryptowährungen lieber nicht für Investitionszwecke kaufen sollten:

"Es ist empfehlenswert, Kryptowährungsnetzwerke in solchen Fällen als Zahlungssystem zu verwenden, in denen Kryptowährungsnetzwerke konkrete Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen bieten."

Abu Bakar legte der muslimischen Gemeinschaft auch nahe, sich vor Initial Coin Offering (ICO)-Betrügereien, die feste Renditen für eine "Helal-Investition" versprechen, zu hüten.

NOORCOIN, eine mit einem Scharia-Zertifikat des Internationalen Scharia-Beratungskomitees bescheinigte Kryptowährung, wirbt laut ihrer Pressemitteilung vom 19. März damit, dass sie der "weltweit erste Scharia-konforme Nutzungs-Token" sei. NOORCOIN wurde nicht speziell für Muslime entwickelt, aber die Pressemitteilung ist eindeutig an diese gerichtet und merkt an, dass ihre Scharia-Konformität es Muslimen weltweit ermöglichen wird, in den Kryptomarkt einzusteigen.

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