Erster Frachtcontainer per Blockchain von Südkorea in die Niederlande verschifft

Samsung SDS, die niederländische Bank ABN AMRO und der Hafen von Rotterdam haben erfolgreich eine Testfracht von Südkorea in die Niederlande verschifft, wobei der betreffende Container lediglich über eine Blockchain-Plattform abgewickelt wurde. Dies geht am 1. Julia us einem Bericht von The Maritime Executive hervor.

Laut Mitteilung wurde der Cointainer mit der Blockchain-Plattform „DELIVER“ getrackt. Die Plattform ermöglicht die Abwicklung von Finanzierung und Nachverfolgung einer Fracht, gleichsam ist kein weiterer bürokratischer Aufwand erforderlich.

Paul Smits, der CFO des Hafens von Rotterdam, betont die Wichtigkeit dieser Ersparnis, da Logistik normalerweise viel „Papierkram“ mit sich bringt:

„Zurzeit sind Zahlungsabwicklung, Verwaltung und Transport noch völlig verschiedene Kreisläufe, was unweigerlich eine mangelnde Effizienz bedeutet, da viele verschiedene Personen beteiligt sind und alles schriftlich dokumentiert werden muss. So sind zum Beispiel am Transport eines Containers von China nach Rotterdam durchschnittlich 28 verschiedene Parteien beteiligt.“

Die Blockchain-Plattform DELIVER wurde gemeinsam von den drei beteiligten Partnern entwickelt und kann auch mit Anwendungen der Blockchains von Ethereum und Hyperledger interagieren, wie die TokenPost schreibt. Eine solche Interoperabilität hat gleich mehrere Vorteile, darunter die Notarisierung von Dokumenten oder die Übertragung von Vermögenswerten.

Han Seung-yeop, ein Manager von Samsung SDS, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Die Blockchain-Plattform des südkoreanischen Zolls basiert auf Hyperledger Fabric, während der Hafen von Rotterdam die Ethereum-Blockchain nutzt […] Wir haben deshalb Deliver ins Leben gerufen, um verschiedene Plattformen miteinander verbinden zu können.“

Nachdem die erste Testfracht nun erfolgreich verschifft wurde, haben sich die Kooperationspartner darauf verständigt, weitere Pilotprojekte zu starten, um die Anwendungsmöglichkeiten der Logistik-Plattform weiter zu erforschen. Erklärtes Ziel ist es dabei, eine weltweit einsetzbare und unabhängige Plattform zu schaffen.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, hatten die Samsung SDS, die ABN AMRO und der Hafen von Rotterdam schon im vergangenen Oktober bekanntgegeben, dass sie an einer gemeinsamen Blockchain-Lösung arbeiten.