ETF-Gigant BlackRock beäugt Bitcoin-Futures

Der weltgrößte Anbieter von Börsengehandelten Fonds (ETFs) BlackRock hat die Gründung einer Arbeitsgruppe angekündigt, welche einen möglichen Einstieg in den Bitcoin-(BTC)-Handel untersuchen soll, wie Financial News (FN) heute, am 16. Juli berichtete.

Der Schritt wäre eine 180-Grad-Drehung für BlackRock, da sich das Unternehmen in der Vergangenheit gegen Kryptowährungen ausgesprochen hatte. Dem Beispiel des Konkurrenten Goldman Sachs folgend, soll die Industrie-übergreifende Arbeitsgruppe unter der Leitung von BlackRock unter anderem untersuchen, ob die Firma in Bitcoin-Futures investieren sollte, berichtet FN unter Bezugnahme auf "zwei Leute, die mit der Angelegenheit vertraut sind".

In einem allgemeinen Kommentar an FN gab eine Sprecherin von BlackRock bekannt, dass die Firma schon seit "diversen Jahren auf Blockchain schaut". Kryptowährungen wurden nicht erwähnt.

Experten sollen die Schritte der Konkurrenz untersuchen und wie FN umschrieben enthüllt, soll die Kehrtwende von Goldman weg vom seinem bärischen Standpunkt nicht unbemerkt geblieben sein.

Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein soll den Medien gesagt haben, dass Bitcoin "nichts für ihn ist", bevor er plötzlich ankündigte, das ein spezielles Forschungsteam untersucht, wie Goldman eine Reihe von nachgefragten Krypto-Produkten anbieten könnte, um der Kundennachfrage gerecht zu werden.

BlackRock scheint diesen Überlegungen zu folgen, ungeachtet der Tatsache, dass der Geschäftsführer Larry Fink Bitcoin kurz vor dem Allzeit-Höhepunkt der Währung letztes Jahr als "ein Instrument zur Geldwäsche" beschrieben hatte.

Bereits im Februar gab die Firma bekannt, dass sie Krypto-Währungsoptionen untersuche und eine "breitere" Anwendung in der Zukunft in Betracht zieht.

BlackRock verzeichnet 2017 knapp 5,4 Bln. Euro (6,3 Bln. US-Dollar) verwaltete Vermögenswerte.

Die Quintessenz der Neuigkeit ist in etwa, dass institutionelle Gelder auf einen idealen Einstiegspunkt zu warten scheinen, wie es viele Kommentatoren der Szene beschreiben. Am Wochenende suggerierte CNBCs Handelsberater Ran Neuner, dass ein zukünftiger Zustrom an institutionellem Geld "2017 - und seine Höhepunkte - wie ein Aufwärmen aussehen lassen wird". Alles, was seiner Meinung nach nötig ist, ist ein geringer Preisanstieg.

Bitcoin sprang heute Morgen innerhalb von nur 2 Stunden um 4 Prozent nach oben, offensichtlich aufgrund der bullischen Nachrichten von BlackRock und wird bei Redaktionsschluss für 5.653 Euro (6.605 US-Dollar) gehandelt.