Deutsche Forscher: Kinderpornografische Inhalte auf der Bitcoin-Blockchain gefunden

Laut einem Bericht von zwei deutschen Universitäten befinden sich unzensierte Daten in der Bitcoin-Blockchain, wonach jeder, der diese Inhalte herunterlädt, gegen das Gesetz verstößt, wie der Nachrichtendienst The Guardian am 20. März berichtet.

In einem Bericht, der von Forschern der Aachener Universität und Frankfurter Hochschule veröffentlich wurde, behaupten die Autoren, dass sexuellen Bilder und Links zu Kinderpornografie im Zusammenhand mit Bitcoin-Transaktionen weitere Teile der wachsenden Blockchain-Industrie kriminalisieren könnten.

"Die Bitcoin-Blockchain enthält mindestens 8 Ordner mit sexuellen Inhalten. Während fünf Ordner lediglich leicht pornografischen Inhalte zeigen, beschreiben oder darauf verweisen, betrachten wir die verbleibenden drei Instanzen nach fast allen juristischen Ansichten als anstößig. Zwei von ihnen sind Wiederherstellungen von Ordner mit Links zu Kinderpornografie, inklusive 274 Links zu Webseiten und 142 weiteren zu geheimen Tor-Dienstleistungen", besagt der Bericht.

"Auch wenn größtenteils harmlos, sind potentiell fragwürdige Blockchain-Inhalte teilweise eingefügt, z.B. Links zu vermeintlicher Kinderpornografie oder zu Inhalten, die die Privatsphäre verletzen."

Bitcoin-Transaktionen können in der Regel nur kleinere Datenmengen behandeln. Aktuell sind nur 1600 Ordner in der Blockchain gespeichert. "Sexuelle" Inhalte machen nur rund 0,5 Prozent des Ganzen aus, allerdings reicht dies in einigen Ländern bereits, um Bitcoin-Nutzern illegale Aktivitäten nachsagen zu können.

Der Ursprung der fragwürdigen Ordner ist nicht bekannt:

"Insbesondere zwei der expliziten Bilder wurden nur durch unseren "suspicious transaction detector" gefunden, das heißt sie wurden nicht über einen bekannten Service eingestellt," fügen die Forscher an.

Während immer mehr Länder verbindliche Regelungen für das anwachsende Blockchain-Phänomen einführen, müsse garantiert bleiben, dass sich diese Regelungen auf der richtigen Seite des Gesetztes befinden, merkt der Bericht gegen Ende hin an.

"Wir glauben daher, dass das zukünftige Blockchain-Design proaktiv mit fragwürdigen Inhalten umgehen sollte. Andere Mitnutzer könnten beispielsweise eingehende Transaktionen filtern oder Transaktionen mit fragwürdigen Inhalt umkehren... Dies muss jedoch skalierbar und transparent geschehen."