Deutschland: KfW-Bank testet Blockchain-App für öffentliche Finanzverwaltung in Burkina Faso

Die größte staatliche Bank Deutschlands, die KfW, und das Finanzministerium von Burkina Faso werden eine Blockchain-Anwendung im Bereich der öffentlichen Finanzverwaltung testen, so eine Erklärung vom Montag, 17. Dezember.

KfW, die im Jahr 2017 die drittgrößte Bank des Landes nach Gesamtvermögen war, hatte bereits zuvor im Juni 2018 einen Vertrag mit der burkinischen Regierung unterzeichnet. Durch diesen wurde dem Land ein Kredit in Höhe von 7 Mio. Euro zur Finanzierung von Wasserversorgungs und Abwasserentsorgung gewährte.

Aus der jüngsten Blockchain-Ankündigung geht hervor, dass TruBudget, eine von der KfW entwickelte Open-Source-App, in den nächsten sechs Monaten mit Unterstützung der globalen Beratungsunternehmen Accenture und BearingPoint in Burkina Faso, Afrika getestet werden soll.

Die Anwendung ermöglicht es den Benutzern, alle Verträge in diesem Sektor über die Blockchain in Echtzeit zu speichern und zu genehmigen. Die Bank erwartet, dass sie dazu beitragen kann, langwierige manuelle Prozesse zu reduzieren und die sachgemäße Verwendung der finanziellen Mittel sicherzustellen.

Laut der KfW eröffne die Bank in der Regel Zweigstellen in einem Partnerland, um sich um Risiken zu kümmern. Joachim Nagel, Mitglied des Vorstands der KfW, glaubt, dass Blockchain dazu beitragen kann, diese Prozesse aus der Ferne zu beaufsichtigen:

"Mit TruBudget schaffen wir Transparenz zum Nutzen aller Beteiligten und ermöglichen es den Geldgebern, ihre Mittel sicher zu verwenden. Dabei nutzen wir die Strukturen des Partnerlandes auch direkt."

Wie Cointelegraph häufig berichtet, nutzen globale Banken die Blockchain, um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren, Kosten zu senken und menschliche Fehler zu reduzieren.

So führten beispielsweise 26 Französische Unternehmen und fünf Großbanken einen Test zu Identitätsprüfung (KYC) durch. Dieser basierte auf der Blockchain des Blockchain-Konsortiums R3. Dabei wurde eine Live-Transaktion von Handelspapieren abgeschlossen.

Im Dezember kündigte Südkoreas zweitgrößte Geschäftsbank, die Shinhan Bank, an, dass sie Blockchain in ihren internen Prozessen implementieren werde, um menschlich bedingten Fehlern so gut wie möglich vorzubeugen und die Gesamteffizienz im Finanzgeschäft zu steigern.