Hyperledger Fabric hat laut einer Ankündigung vom 30. Januar die Version 2.0 seiner DLT-Plattform (Enterprise Distributed Ledger Technology) veröffentlicht. Die Plattform wurde um einige wichtige Funktionen erweitert, die die Kommunikation der verschiedenen Teilnehmer untereinander verbessern.
Hyperledger Fabric ist eines der verschiedenen Produkte des Hyperledger-Konsortiums, das Dutzende wichtiger Branchenakteure umfasst und in erster Linie von IBM unterstützt wird.
Fabric ist ein privates oder genehmigtes Blockchain-Netzwerk, das in Branchen wie Finanzen und Lieferketten eingesetzt wird. Es ermöglicht Unternehmen, den Zugriff auf ihre Netzwerke zu kontrollieren und vertrauliche Daten geheim zu halten. Gleichzeitig ermöglicht es eine branchenübergreifende Zusammenarbeit über dedizierte Kanäle und überprüfbare intelligente Verträge.
In Version 2.0 wurden einige bemerkenswerte Verbesserungen bei der Dezentralisierung erzielt, indem ein neues Managementsystem für Chaincodes hinzugefügt wurde, der Fabric-Begriff für intelligente Verträge. Mehrere Organisationen können sich jetzt auf Schlüsselparameter eines Chaincodes einigen, die dann im gemeinsamen Hauptbuch verwendet werden können.
Darüber hinaus können Chaincodes von einzelnen Organisationen geändert werden, bevor sie in das Hauptbuch übernommen werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich alle darüber einig sind, welche Daten miteinander geteilt werden können.
Die gemeinsame Nutzung von Daten wurde ebenfalls optimiert, um auf einer Need-to-Know Basis zu arbeiten. Unternehmen können nun Daten für bestimmte Mitglieder ihres unmittelbaren Netzwerks privat freigeben, sodass keine komplexen Kanalkombinationen definiert werden müssen, um dies auch zu tun.
Schließlich wurden mehrere Leistungsverbesserungen eingeführt, die eine Parallelisierung von Aufgaben und effizientere Programmabläufe beinhalteten. Hyperledger behauptet, dass das Netzwerk dadurch Tausende von Transaktionen pro Sekunde unterstützen kann.
Was ist Hyperledger Fabric?
Fabric ist eine hochmodulare DLT-Plattform, die für den Einsatz in der Industrie konzipiert wurde. Im Gegensatz zu öffentlichen Blockchains wird damit der Notwendigkeit Rechnung getragen, dass Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit geheim halten müssen. So können Benutzer beispielsweise den Preis eines Produkts für jeden Kunden individuell anpassen, ohne dass einer von ihnen weiß, was die anderen dafür bezahlen.
Gleichzeitig kann Fabric mit seinem gemeinsamen Hauptbuch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Branchenakteuren erleichtern. Unternehmen können wählen, welche Daten sie preisgeben möchten, während die Gültigkeit geheimer Daten durch kryptografische Mechanismen sichergestellt wird.
Auf technischer Ebene ist Fabric äußerst flexibel. Ein Konsens zwischen Organisationen kann auf verschiedene Weise erzielt werden, während intelligente Verträge über mehrere Architekturen verfügen können – ähnlich wie Ethereum, Bitcoin oder sogar völlig unterschiedliche Typen.
Intelligente Verträge können zusätzlich zu Solidity in gängigen Sprachen wie Go, Java und Javascript programmiert werden.
Als Unternehmensprodukt verfügt es über fortlaufende und asynchrone Upgrades, ähnlich wie Mainstream-Software.
Fabric hat kürzlich seine Konkurrenten in Bezug auf die Entwicklungstätigkeit überholt.
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