Der internationale amerikanische Tech-Riese IBM hat eine Vereinbarung mit dem chinesischen PC-Hersteller Lenovo geschlossen. Dabei soll Blockchain im Lenovo-Kundendienst eingesetzt werden, wie aus einer Pressemitteilung vom 25. April hervorgeht.
IBM, weltweit einer der Top-Entwickler von Blockchain-Patenten nach Alibaba, will Blockchain-Technologie in den Kundendienstprozessen der Lenovo Data Center Group einsetzen. Insbesondere will Lenovo die Blockchain-Technologie einsetzen, um die Lieferketten der Hard- und Software zu überwachen, die in seinen Rechenzentren verwendet werden.
Die Blockchain-Technologie wird eine von mehreren Komponenten sein, die IBM in die Lenovo-Kundensysteme integrieren will. Zu diesen Systemen zählt etwa der virtuelle Tech-Support-Assistent, das Personalisierungstool Client Insight Portal sowie Technologie im Zusammenhang mit erweiterter Realität.
Wie IBM im Jahr 2017 berichtete, geben Unternehmen weltweit bei 265 Mrd. Kundendienstanrufen pro Jahr umgerechnet etwa 1,17 Bio. Euro aus. 50 Prozent der Probleme aus diesen Anrufen werden allerdings nicht gelöst.
Laut der Pressemitteilung ist die neue Vereinbarung zwischen IBM und Lenovo ein weiterer Meilenstein in der Beziehung zweier Unternehmen, die bereits 2005 begann. Im Jahr 2014 übernahm Lenovo im Rahmen eines umgerechnet 2,1-Mrd.-Euro-Deals das IBM-Servergeschäft.
Im Februar 2018 hat Lenovo ein Patent beim US-Patent- und Markenamt auf ein System zur Überprüfung der Integrität physischer Dokumente mittels einer "Sicherheits-Blockchain" beantragt.
Vor kurzem veröffentlichte Lenovo einen Artikel, in dem erklärt wurde, wie das Unternehmen mit dem großen amerikanischen Softwareunternehmen Intel zusammenarbeite, um Lösungen auf Basis der Intel-Lösungen für Blockchain zu entwickeln: Hyperledger Fabric. Lenovo schrieb, dass seine Blockchain-Lösung auf seinem branchenführenden ThinkSystem basieren werde. Das ist der Name von Lenovos Rechenzentrum-Infrastrukturportfolio bestehend aus Server-, Speicher-, Netzwerk- und Softwareprodukten.
Vor kurzem hat sich der Technologieriese IBM ein Patent für ein mobiles Datenfreigabeverfahren gesichert, das Distributed-Ledger-Technologie verwendet.
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