Lenovo erforscht Blockchain: US-Patent auf Dokumenten-Prüfung

Das chinesische multinationale PC-Unternehmen Lenovo hat ein Patent beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt (USPTO) für ein System zur "Überprüfung der Integrität von physischen Dokumenten" mit einer "Sicherheits-Blockchain" angemeldet.

Die Patentanmeldung wurde im August 2016 eingereicht, wurde aber erst Ende letzte Woche am 15. Februar veröffentlicht.

Die Verwendung digitaler Signaturen, die in Dokumenten codiert sind, im Gegensatz zu physischen Signaturen, die mit physischer Tinte gedruckt werden, bietet die Sicherheit, dass das Dokument nach dem Signieren nicht geändert wurde.

Die Kurzzusammenfassung des Patents erklärt, dass ein Prozessor ein "Integritätssymbol" innerhalb des Dokuments identifiziert. Daraufhin wandelt er dieses in eine Integritätskarte um und vergleicht dann die Karte mit dem physischen Dokument, um die Integrität des Dokuments zu gewährleisten.

Die Sicherheits-Blockchain, so schreibt Lenovo, würde es ermöglichen, "sicherzustellen, dass sie das aktuelle authentische physische Dokument besitzen, selbst wenn mehrere Papierkopien vorhanden sind und mehrere Personen Einträge in der Änderungskette vorgenommen haben." Wenn mehrere gefälschte Kopien eines physischen Dokuments entstehen würden, würden sie "als verwaiste Blöcke in der Kette erscheinen."

Im Dezember 2017 meldete der Schweizer Bankenriese UBS beim USPTO ein ähnliches Patent für ein Blockchain-basiertes System zur IP- und Benutzervalidierung von Kunden an.

Obwohl Lenovos Patentantrag schon vor längerer Zeit eingereicht wurde, kam es gerade jetzt zur Online-Veröffentlichung, wo China sich mitten in einem allgemeinen Durchgriff bei allen Krypto-Angelegenheiten innerhalb des Landes befindet. China hat Anfang Februar alle ausländischen Kryptobörsen verboten, nachdem im September 2017 ein Verbot von Initial Coin Offerings (ICO) verhängt worden war.

Doch selbst nach den ganzen Krypto-Verboten haben chinesische Firmen nicht aufgehört, sich mich der Kryptowelt zu beschäftigen. Am 7. Februar wurden der in China ansässige Zahlungsdienstleister LianLian zum Partner von RippleNet, um schnellere und günstigere grenzüberschreitende Zahlungen in Europa, den USA und China zu ermöglichen.

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