IDC-Bericht: Ausgaben für Blockchain-Lösungen steigen in Asien bis 2022 auf 2,1 Mrd. Euro

Die Ausgaben für Blockchain-Lösungen im asiatischen/pazifischen Raum ohne Japan (APEJ-Region) werden bis 2022 voraussichtlich auf umgerechnet rund 2,1 Mrd. Euro steigen, so ein Bericht vom 23. April des US-Marktforschungsinstituts International Data Corporation (IDC).

Der globale halbjährlich Blockchain-Ausgabenbericht von IDC analysiert die Daten zu den Ausgaben im Blockchain-Sektor aus regionaler, vertikaler Branchen-, Anwendungsfall-, Käufer- und Technologieperspektive.

Der Bericht prognostiziert für dieses Jahr einen deutlichen Anstieg der Ausgaben für Blockchain-Lösungen in der Region. Es heißt darin, dass die Ausgaben in der APEJ-Region im Jahr 2019 auf fast 465,5 Mio. Euro steigen würden. Das ist im Vergleich zu 2018 ein Plus von 83,9 Prozent (253,1 Mio. Euro).

Für den Prognosezeitraum 2018 bis 2022 erwartet IDC eine durchschnittliche Fünfjahreswachstumsrate von 77,5 Prozent. Bis 2022 sollen diese Ausgaben dann geschätzt auf 2,1 Mrd. Euro ansteigen.

Laut einer Aussage von Ashutosh Bisht, dem Forschungsleiter im Kunden- und Analysebereich bei IDC, macht der Finanzsektor - wo sich Blockchain bereits schon besser etabliert hat - etwa die Hälfte der Gesamtausgaben im Prognosezeitraum aus.

Im Jahr 2019 werden Banken-, Wertpapier- und Investitionsdienstleistungen sowie die Versicherungsbranche voraussichtlich umgerechnet etwa 262 Mio. Euro von den 465,5 Mio. Euro beanspruchen.

Dem Infrastruktursektor wird mit einer Fünfjahreswachstumsrate von 99,6 Prozent das schnellste Wachstum im Hinblick auf die Ausgaben für Blockchain-Lösungen prognostiziert. Danach kommt der Vertriebs- und Dienstleistungssektor mit einer Fünfjahreswachstumsrate von 83,0 Prozent, so der Bericht.

Im Hinblick auf einzelne Blockchain-Anwendungsfälle prognostiziert IDC, dass Handelsfinanzierungen und Post Trade/Transaktionsabwicklungen sowie grenzüberschreitende Zahlungen und Abrechnungen im Jahr 2019 die größten Investitionen erhalten werden. Diese werden auf umgerechnet jeweils 73 Mio. Euro und 70,2 Mio. Euro geschätzt. Der größte Investor in beiden Bereichen wird voraussichtlich der Bankensektor sein.

Dem Bericht zufolge beträgt der Anteil der APEJ-Region an den globalen Gesamtausgaben für Blockchain im Jahr 2019 rund 18,4 Prozent. Damit rangiert diese global betrachtet an dritter Stelle nach Westeuropa (23,7 Prozent) und den Vereinigten Staaten (37,6 Prozent). Innerhalb der APEJ-Region beträgt der Anteil Chinas an den Gesamtausgaben im Jahr 2022 rund 70 Prozent.

Wie Cointelegraph berichtete, hieß es in der IDC-Prognose zu den Ausgaben für Blockchain-Lösungen in allen Ländern der Welt vom März 2019, dass die Gesamtsumme im Jahr 2019 auf umgerechnet 2,6 Mrd. Euro steigen würde. Das ist ein Plus von 88,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ein weiterer Bericht, der Ende März erschien, prognostizierte, dass die Ausgaben für Blockchain in den USA bis 2025 auf umgerechnet 36,5 Mrd. Euro steigen würden. Derzeit liegen die Ausgaben bei umgerechnet rund 2,77 Mrd. Euro.