Interview mit den drei größten Kryptobörsen: Kryptoverbot sind FUD

Anfang dieser Woche wurde in vielen Berichten fälschlicherweise behauptet, dass die indische Regierung den Kryptowährungshandel und den gesamten Kryptowährungsmarkt verboten hätte. Cointelegraph hat mit den drei größten Kryptowährungshändlern Indiens geredet, die einstimmig erklärt haben, dass die Gerüchte über ein Verbot nicht anderes als FUDs sind.

In einem exklusiven Interview sagten die Geschäftsführer von Coinsecure, Unocoin and Zebpay, den weitverbreitetsten Kryptohandelplattformen mit Millionen von Usern, dass die Dokumente des Finanzministeriums falsch interpretiert wurden. Das indische Finanzministerium bestätigte nochmals, dass sie versuchen Kriminalität und illegale Aktivitäten mithilfe von Kryptowährungen zu verbieten, dies jedoch kein generelles Verbot von Kryptowährungen bedeutet. Es ist wichtig anzumerken, dass die Verwendung von Bargeld oder jeder anderen Währung in der Finanzkirminalität verboten ist.

Die Mainstreammedien, vor allem indische Außenstellen, interpretierten die Aussage als ein Verbot von Kryptowährungen und veröffentlichten voreilig Berichte, in denen ein Verbot des Marktes aus Regierungskreisen hervorging. Diese Woche hat der indische Finanzminister im nationalen Fernsehen die Gerüchte über ein Kryptowährungsverbot vehement bestritten.

Unocoins Kommentare

Sunny Ray, der Gründer und Präsident von Unicoin hat Cointelegraph verraten:

"Wir freuen uns, dass der Finanzminister die Wichtigkeit und Popularität von Kryptowährungen erkannt hat und das er sich dazu entschlossen hat es im Haushaltsausschuss anzusprechen. Was den genauen Inhalt dessen Betrifft, was er gesagt hat, sind wir weitgehend neutral. Es schmerzt uns jedoch, dass seine Worte von einem Teil der Medien falsch interpretiert und berichtet wurden."

Ray betone, dass die Aussagen des indischen Finanzministers Arun Jaitley von den Medien falsch interpretiert wurden, als er sagte, dass die Verwendung von Kryptowährungen bei illegalen Aktivitäten verboten werden wird. Jaitley sagte auch, dass Bitcoin kein legales Zahlungsmittel ist. Jedoch ist Bitcoin nirgendwo auf der Welt ein legales Zahlungsmittel. Legales Zahlungsmittel bedeutet, dass es illegal ist, sie nicht anzunehmen. Es ist keineswegs illegal Bitcoins nicht anzunehmen - nicht in Japan, in den USA, in Südkorea, nirgendwo auf der Welt.

Ray fügte hinzu:

"Während der Fragestunde am 2. Januar 2018 in Rajya Sabha hatte der Finanzminister genau die gleiche Aussage getroffen, indem er sagte, dass 'Bitcoins oder Kryptowährungen kein legales Zahlungsmittel sind.' Dies ist die Position, die von fast allen Regierungen auf der ganzen Welt vertreten wird und wir betrachten diese Aussage relativ neutral. Nach unserem Verständnis sind Geldscheine und Münzen ein gesetzliches Zahlungsmittel. Wenn man diese Aussage überspitzt, bedeutet es, dass solche Assets 'illegal' sind, ist bestenfalls lächerlich und im schlimmsten Fall unverantwortlich.

ZebPay Kommentare

Sandeep Goenka, der Mitbegründer von ZebPay, einer weiteren großen Kryptobörse mit Millionen User ihrer mobilen App in Indien, teilt eine ähnliche Ansicht wie Unocoins Sunny Ray. Goenka sagte, dass das indische Blockchain Komitee optimistisch gegenüber den Aussagen des Finanzministers steht und die Medien seine Worte arg missinterpretiert haben.

Goenka erklärte weiterhin, dass lokale Börsen die Idee der indischen Regierung, das Benutzen von Kryptowährungen bei kriminellen Aktivitäten, begrüßen. Letztes Jahr haben indische Kryptowährungsbörsen lokale Kriminalbehörden bei einer Untersuchung unterstützt, bei der es sich um einen Raub von mehreren Millionen Dollar handelte. Wie lokale Börsen es in der Vergangenheit schon getan haben, wollen sie weiterhin die Regierung bei der Eindämmung illegaler Aktivitäten unterstützen. Goenka verriet Cointelegraph:

"Jeder Bürger und jedes Unternehmen in diesem Land sollte seine Rolle bei der Eliminierung der Finanzierung illegaler Aktivitäten einnehmen. Unabhängig davon, ob diese Finanzierung unter Verwendung von gesetzlichen Zahlungsmitteln, Kryptowährungen, Gold oder einem Mittel stattfindet. Wir begrüßen den Schritt der Regierung und möchten die Regierung von ganzem Herzen dabei unterstützen. Wir ermutigen die Regierung mit unseren Mitgliedern zusammenzuarbeiten, da wir verpflichtet sind, verdächtige Transaktionen zu eliminiere, genauso wie es andere Institutionen tun."

Coinsecure Kommentare

Coinsecure CEO Mohit Kalra hat den Investoren versichert, dass die Regierung kein Verbot für Kryptowährungen vorsieht und die Börsen wie gewohnt funktionieren werden. Kaira riet Kunden, sich nicht von der FUD und den falschen Berichten einschüchtern zu lassen.

"Mr. Jaitley zufolge wollen sie illegale Aktivitäten via Bitcoin und andere Kryptowährungen eindämmen. Für uns ist das unser Tagesgeschäft. "Ich rate den Kunden nicht aus Panik unter Wert zu verkaufen", sagte Kaira Cointelegraph.

Coinsecure COO Jincy Samuel betont, dass die Berichte über ein Kryptowährungsverbot nichts Weiteres als FUD sind und fügt hinzu:

"Dies unterscheidet sich nicht von den verschiedenen Aussagen, die in jüngster Vergangenheit getroffen wurden. Nichts neues wurde festgelegt. Es scheint einfach eine Menge unnötiger Medien FUD zu sein."