Französische, belgische und israelische Ermittler haben ein Betrugssystem aufgedeckt, bei dem französische und belgische Bürger um 6 Mio. Euro betrogen wurden, wie es in einer Pressemitteilung von Europol vom 29. Januar heißt.
Die Betrüger versprachen den Opfern eine beträchtliche Rendite für Investitionen. Dieses System entpuppte sich offenbar als Schnellballsystem.
Das internationale Betrügernetzwerk soll von einem französisch-israelischen Bürger lanciert worden sein. Die Behörden verhafteten im Jahr 2019 neun Verdächtige, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen.
Die Ermittlung begann im Jahr 2018 und wurde von Europol und Eurojust koordiniert.
Die Kriminellen sollen ein System eingerichtet haben, das große Renditen für Investitionen in Bitcoin, Diamanten und Gold versprach. Sie boten ihre "Dienste" auf ungenannten Online-Plattformen an.
Das betrügerische System weist klare Anzeichen eines Schneeballsystems auf. Die Organisatoren versprachen Renditen zwischen 5 und 35 Prozent und gaben dann vor, die Wallets der Nutzer zu verwalten. Sie forderten diese dann dazu auf, mehr Geld zu investieren. Einige der Opfer haben tatsächlich Renditen erhalten, um das Vertrauen in die Plattform zu stärken.
Auch Organisationen wurden ins Visier genommen. Ein "großes französisches Privatunternehmen" und eine lokale französische Behörde sollen dem Betrugssystem zum Opfer gefallen sein.
Die Betrüger konnten so mindestens 6 Mio. Euro erbeuten. Es stehen sogar noch Rechnungen aus, durch die sie weitere Millionen erhalten hätten. Die Behörden konnten über eine Million Euro zurückholen. Der Rest soll aus der Europäischen Union heraus überwiesen worden sein.
Die französischen Regulierungsbehörden erklärten zuvor, dass es einen beträchtlichen Anstieg an Krypto-Betrugsrisiken im Land gebe.
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