Israel: Große Frachtschifffahrtsgesellschaft Zim eröffnet Blockchain-Plattform

Israels größte Frachtschifffahrtsgesellschaft Zim hat ihre Blockchain-Plattform für elektronische Frachtbriefe (eB/Ls) für alle Kunden in ausgewählten Branchen eröffnet. Die globale Transportnachrichtenplattform TradeWinds berichtete am 14. Januar darüber.

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt der Blockchain-basierten eB/L-Plattform, das mehr als ein Jahr lief, behauptet die Schifffahrtsgesellschaft, dass Blockchain nicht nur die derzeitigen bürokratischen Prozesse ersetzen, sondern auch den Arbeitsfluss per E-Mail, Fax und andere Kanäle verbessern kann.

Laut TradeWinds wurden zwei kürzliche Transaktionen auf der Plattform in jeweils weniger als zwei Stunden erfolgreich durchgeführt - im Vergleich zu mehreren Tagen oder Wochen, die der Prozess normalerweise in Anspruch nimmt. Dabei wurden elektronische Frachtbriefe über das Blockchain-basierte System übermittelt.

Im Rahmen der neuen Initiative von Zim wird der Blockchain-basierte Handel für alle Kunden verfügbar sein. Der Schwerpunkt im ersten Quartal liegt dabei auf den asiatischen, südafrikanischen, nordamerikanischen und mediterranen Ländern.

Eyal Ben-Amram, der Leiter der Informationsabteilung bei Zim, hat erklärt, dass die Maximierung der Digitalisierung zur Unternehmensstrategie gehört.

Laut dem Schifffahrtsdatenanbieter Alphaliner liegt Zim nach dem jährlichen Frachtaufkommen derzeit auf Platz 11 unter den größten Containerbetrieben der Welt.

Im vergangenen Jahr startete eine Tochtergesellschaft eines großen Seehafenbetreibers der Vereinigten Arabischen Emirate namens Abu Dhabi Ports ein internationales Blockchain-Pilotprojekt mit dem Hafen von Antwerpen. Ziel dabei war es, eine bessere Frachtüberwachung zu ermöglichen und den Handelsstrom und die Lieferketten zwischen den VAE und Belgien zu verbessern.

Im September 2018 unterzeichnete der große britische Hafenbetreiber Associated British Ports eine Vereinbarung mit dem digitalen Logistikdienstleister Marine Transport International. In dieser geht es um die Entwicklung einer Blockchain-basierten Plattform für die Hafenlogistik, um die manuelle Datenverwaltung zu reduzieren.