Cointelegraph
Michael Kapilkov
Verfasst von Michael Kapilkov,Ehemaliger Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Einige Opfer des Twitter-Hacks können Bitcoin noch zurückholen

Einige Opfer des Hackerangriffes auf Twitter können die von ihnen gezahlten Bitcoin noch zurückholen.

Einige Opfer des Twitter-Hacks können Bitcoin noch zurückholen
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Vierzehn Opfer des massiven Hackerangriffes auf das soziale Netzwerk Twitter haben noch die Chance, ihre Lösegeldzahlungen in Form von Bitcoin zurückzubekommen.

Einige Opfer des Angriffs hatten an die Hacker Bitcoin gesendet, um den Zugriff auf ihre Twitter-Konten zurückzuerlangen. Vierzehn der entsprechenden Transaktionen sind von der Bitcoin-Blockchain allerdings noch nicht bestätigt und könnten noch aufgehalten werden. Die betreffenden Transaktionen befinden sich im sogenannten Mempool und sind bisher noch nicht bestätigt, weil sie relativ niedrige Transaktionsgebühren veranschlagen, was wiederum unattraktiv für die Bitcoin-Miner ist.

Bitcoin-Entwickler Wladimir van der Laan erklärt in diesem Zusammenhang gegenüber Cointelegraph:

„Miner suchen sich meistens die Transaktionen mit den höchsten Transaktionsgebühren heraus, einige haben sogar eine Untergrenze, unter der sie gar keine Transaktionen abwickeln.“

Eine der betreffenden Transaktionen veranschlagt zum Beispiel nur 2 Satoshi pro Byte (Satoshi sind die kleinste Recheneinheit für Bitcoin). Im Durchschnitt brauchte eine Transaktion mit einer Gebühr in dieser Höhe zwischen 35 bis 780 Minuten für die Abwicklung. Der Experte meint, dass die Transaktion möglicherweise überhaupt nicht durchgeführt wird:

„Es ist möglich, dass sie abgewickelt werden, wenn nichts attraktiveres mehr im Mempool zu finden ist (z.B. wenn am Wochenende nur weniger Transaktionen verfügbar sind), aber es ist auch möglich, dass sie nicht abgewickelt und schlicht vergessen werden.“

Noch nicht zu spät

Um die drohende Abwicklung zu verhindern und das Geld zurückzubekommen müssten die Opfer Transaktionen mit den genau gleichen Daten, aber höheren Transaktionsgebühren an eine zweite Adresse schicken, die ihnen selbst gehört. Durch die höheren Gebühren würden die späteren Transaktionen bevorzugt und selbst, wenn die Miner die ursprüngliche Transaktionen dann irgendwann doch noch abwickeln wollen, würde dies verhindert werden, da Bitcoin nicht doppelt ausgegeben werden können.

Es bleibt zu hoffen, dass einige Opfer ihr Lösegeld noch zurückholen können, ehe sie aus Schaden klug werden.

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