Japanische Kryptobörse gehackt: 50 Mio. Euro Verlust

Hacker haben Berichten zufolge Kryptowährungen im Wert von 50 Mio. Euro von der japanischen Kryptowährungsbörse Zaif gestohlen, wie Cointelegraph Japan am 19. September berichtete.

Laut einem lokalen Bericht gelang es Hackern infolge einer Sicherheitsverletzung am 14. September, 34 Mio. Euro von den Hot Wallets der Nutzer sowie 16,6 Mio. Euro von den Vermögenswerten des Unternehmens zu stehlen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 50,5 Mio. Euro.

Tech Bureau Inc, das Unternehmen, das Zaif betrieb, teilte in einer Pressemitteilung mit, dass die Börse am 17. September einen Serverfehler entdeckt habe, woraufhin Zaif Ein- und Auszahlungen ausgesetzt hat. Am 18. September erkannte die Börse, dass es sich beim Fehler um einen Hack handelte, und meldete den Vorfall an die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA. Hacker stahlen 5.966 Bitcoins (BTC) sowie einige Bitcoin Cash (BCH) und MonaCoin (MONA).

Laut Tech Bureau Inc wird die Firma Fisco Digital Asset Group Zaif dabei helfen, das gestohlene Kundenvermögen zu decken, indem 37 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden. Tech Bureau hat mit Fisco eine Vereinbarung getroffen, mehr als die Hälfte seiner Direktoren und Wirtschaftsprüfer zu entlassen. Außerdem soll Fisco Mehrheitseigentümer des Unternehmens werden.

Die Börse Zaif ist laut CoinMarketCap auf Platz 101 unter den größten Kryptowährungsbörsen nach Handelsvolumen.

Anfang des Jahres hat Zaif eine "Systemfehlfunktion" eingeräumt, die es den Benutzern im Februar vorübergehend ermöglichte, Bitcoin (BTC) im Wert von Billionen von Dollar kostenlos zu erwerben. 16 Kunden konnten versehentlich Yen gegen Kryptowährung zu einem Kurs von 0 Yen pro Coin "handeln".