Finanzriese SBI und Ripple führen Blockchain-Zahlungsapp in Japan ein

Die auf Ripple basierende Zahlungsapp MoneyTap kann nun laut einem offiziellen Tweet vom 3. Oktober verwendet werden. Der verbraucherorientierte Service wurde von Ripple und dem japanischen Finanzdienstleistungsriesen SBI Holdings gemeinsam entwickelt.

Laut der Webseite des Produkts wird MoneyTap die Blockchain-Lösung xCurrent von Ripple nutzen, um Inlandsüberweisungen von Bank zu Bank in "Echtzeit" zu ermöglichen. Kontoinhaber bei drei teilnehmenden japanischen Banken - SBI Sumishin Net Bank, Suruga Bank und Resona Bank - können mit der mobilen App, die sowohl mit iOS- als auch mit Android-Geräten kompatibel ist, Geld versenden.

Nach der Registrierung benötigen die Nutzer Berichten zufolge nur ihre Handynummer oder einen QR-Code, um Überweisungen in japanischen Yen oder Fremdwährungen ohne Provision zu tätigen. Das Sicherheit des Zahlungssystems wird durch die in den Geräten integrierten Sicherheitstechnologie gewährleistet. Das sind beispielsweise biometrische Login-Authentifizierungssysteme, die Fingerabdruck-Scanning verwenden.

Wie bereits berichtet, wurde das letzte verbleibende Hindernis für die Markteinführung von MoneyTap Ende letzten Monats beseitigt, als SBI Holdings bekannt gab, dass das Unternehmen eine Lizenz der japanischen Regulierungsbehörden zur Abwicklung elektronischer Zahlungen als "Elektronischer Abwicklungsdienstleiter" gemäß der im März 2017 verabschiedeten Gesetze erhalten hatte.

In den Ankündigungen davor hieß es, dass schließlich ein Konsortium von 61 japanischen Banken - stellvertretend für über 80 Prozent aller japanischen Bankvermögenswerte - an MoneyTap teilnehmen werden.

Die spanische Bankengruppe Santander hat im März dieses Jahres angekündigt, dass sie eine grenzüberschreitende Zahlungsapp auf Basis der Ripple-Blockchain-Plattformen xCurrent und RippleNet veröffentlichen werde.