Japans Messaging-Gigant LINE startet eigene Kryptowährung

Der japanische Social-Messaging-Gigant LINE hat eine eigene Kryptowährung und eine hauseigene Blockchain eingeführt, heißt es in einer Mitteilung vom 31. August.

LINE hat bekannt gegeben, dass der Genisis Block der neuen LINK-Kette am 23. August generiert wurde. Das Unternehmen beschreibt das Mainnet als "service-orientiertes" Blockchain-Netzwerk, das dezentrale Anwendungen (dApps) direkt auf die Messaging-Plattform von LINE anwenden kann .

Das Unternehmen plant, insgesamt 1 Milliarde LINK-Tokens an Benutzer seiner Plattform zu vergeben, wobei es sagt, dass es 20 Prozent - oder 200 Millionen Tokens - als Unternehmensreserve behalten wird. Die Tokens werden als Zahlungsmittel für eine Reihe von LINE-Diensten verwendet.

Laut der Ankündigung werden die neuen Token von einer in Singapur ansässigen Tochtergesellschaft namens LINE Tech Plus PTE herausgegeben, die LINE Anfang dieses Frühjahrs gegründet hat.

Anstelle eines Initial Coin Offerings (ICO) werden die neuen Tokens über ein Belohnungssystem verteilt, das Benutzer mit LINK belohnt, wenn sie bestimmte Dienste innerhalb des LINE-Ökosystems nutzen. Als ein Beispiel gibt das Unternehmen an, dass LINK vergeben wird, um Anreize für die Nutzung von LINEs kurz vor dem Start stehenden dApp-Diensten zu bieten. Das Whitepaper zur Token Economy von LINE weist darauf hin, dass die ersten beiden dApps bis September auf den Markt kommen werden und bis zum ersten Quartal 2019 über zehn neue Apps erscheinen werden.

Neben dem Erhalt von Tokens als Anreiz können internationale Benutzer ab September LINK auf LINEs kürzlich gestarteter BITBOX-Kryptowährungsbörse handeln. In der Bekanntmachung wird darauf hingewiesen, dass die BITBOX von der japanischen Financial Services Agency (FSA) noch keine offizielle Betriebsgenehmigung erhalten hat und daher die BITBOX zunächst nicht als Mittel zum Handel und zum Erwerb der Token genutzt werden kann.

Wie Cointelegraph berichtet, kündigte LINE Anfang dieses Monats die Schaffung eines Blockchain-Venture-Fonds in Höhe von 8,56 Millionen Euro an, um die Entwicklung und Einführung von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie voranzutreiben.