JP Morgan kündigt Prototyp-Blockchain-Plattform für Kapitalmarktinfrastruktur-Straffung an

Der Finanzriese J.P. Morgan Chase & Co stellte einen Prototyp seiner Blockchain-Plattform für Kapitalmärkte vor. Diese soll Kosten senken und reibungslosere Wertpapiertransaktionen ermöglichen. Die Bekanntgabe fand am Mittwoch auf der Consensus-Konferenz in New York statt, wie das Wall Street Journal am 16. Mai berichtete.

Christine Moy, leitende Direktorin des Blockchain Center of Excellence von J.P. Morgan, sagte gegenüber WSJ, Blockchain habe in Bezug auf die Kapitalmarktinfrastruktur "das Potential, etwas zu verändern".

Sie erklärte, dass die Kapitalmärkte, auf denen Transaktionen mit riesigen Kapitalbeträgen getätigt werden, mehrere Systeme und Informationsflüsse zwischen vielen verschiedenen Interessengruppen, "von Emittenten und Vermögensverwaltern bis hin zu Clearinghäusern und Fondsverwaltern", involvieren. "Das Versprechen der nativen Ausgabe von Finanzinstrumenten auf der Blockchain besagt, dass man diese Infrastruktur gemeinsam nutzen kann", sagte sie.  

Moy sagte gegenüber WSJ, dass eine Blockchain eine einzelne, gestraffte Anwendung bieten könnte, die die vielen Organisationen gemeinsam nutzen oder sich daran beteiligen könnten. Das könne laut Moy zu erheblichen Kosteneinsparungen führen und auch Vertrauensprobleme zwischen den Parteien überwinden.

JP Morgan ist, zusammen mit Santander und anderen großen Banken und Technologieunternehmen, Teil der Ethereum-Unternehmensallianz. Das ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die Interoperabilität zwischen Ethereum-Blockchain-Anwendungen ermöglicht sowie deren Datenschutz, Skalierbarkeit und Sicherheit verbessern möchte.

Wie Cointelegraph Anfang des Monats berichtete, arbeitet JPMorgan an der Blockchain-Integration, um seine Zahlungs-, Clearing- und Abwicklungssysteme zu überarbeiten. Vor kurzem hat der Finanzriese ein Patent auf Echtzeit-P2P-Intra- und Interbank-Überweisungen angemeldet, die auf dieser Technologie basiert.

Erst gestern bestätigte der Co-Präsident von JPMorgan Daniel Pinto, dass die Bank sich den Kryptobereich "mal ansieht" und sagte, er habe "keinen Zweifel", dass die Technologie in der Zukunft der Bank "eine Rolle spielen" würde. Er meinte, dass die "Tokenisierung" des traditionellen Finanzsektors jedoch wahrscheinlich neue Iterationen sehen würde und sagte:

"Kryptowährungen sind eine echte Sache, aber nicht in ihrer jetzigen Form."

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