Kundenbindungsprogramme sind ein guter Einstiegspunkt für die Blockchain-Technologie, wie eine neue Studie von KPMG ergeben hat.

Dies berichtet VentureBeat am 25. September unter Berufung auf eine Studie der großen Wirtschaftsberatung KPMG. Wie Arun Gosh, der leitende Blockchain-Forscher von KPMG, meint, könnte die Annahmebereitschaft der amerikanischen Verbraucher Tür und Tor für die Blockchain-Technologie öffnen, die zunehmend zur „Tokenisierung“ von Vermögenswerten eingesetzt wird:

„Die Tokenisierung bietet völlig neue Wege, um Mehrwert zu verpacken, egal ob es sich dabei um die Schaffung völlig neuer Vermögenswerte handelt oder ob alte Vermögenswerte neu gedacht werden […] Unternehmen können die Chance der Tokenisierung nutzen, um damit ihre Prozessabläufe zu verbessern, neue Kapitalströme zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.“  

82% wären bereit Tokens in Treueprogrammen zu nutzen

Laut der Studie von KPMG kann die Blockchain-Technologie besonders im Einzelhandel einen bedeutsamen Mehrwert schaffen. Besonders im Hinblick auf Kundenbindungsprogramme, in denen oftmals Treuepunkte gesammelt werden, könnten die digitalen Münzen eine wichtige Rolle spielen und dabei helfen, die Bindung zwischen Unternehmen und Kunden zu erhöhen.

Wie die Wirtschaftsberatung herausgefunden haben will, wären die Kunden in diesem Kontext bereit, die Blockchain-Technologie zu nutzen, auch wenn das bisherige Verständnis noch gering ist.

Lediglich 33% der befragten amerikanischen Verbraucher geben an, Kenntnisse über Blockchain-Tokens zu haben. Nichtsdestotrotz darf daraus nicht auf Ablehnung geschlossen werden, den 63% der Befragten finden, dass digitale Tokens ein unkompliziertes Zahlungsmittel sind. 55% der antwortenden Personen sehen Tokens auch als gutes Mittel, um Kundenbindungsprogramme besser umzusetzen.

Dies ist wiederum der Ansatzpunkt für die Blockchain-Technologie, da 82% bereit wären, Tokens im Rahmen eines bestehenden Treueprogramms zu nutzen. 81% der Befragten wären dementsprechend auch offen dafür, Tokens zu nutzen, wenn diese in ein bereits bestehendes Kundenbindungsprogramm eingebaut werden. Für 79% ist es dabei allerdings wichtig, dass die Tokens einfach und intuitiv in ihrer Anwendung sind.

Auch Wirtschaft zeigt sich offen

Wie die KPMG Studie des Weiteren ergeben hat, sind besonders Branchen, in denen schon eine enge Kundenbindung herrscht, vom Potenzial der Tokenisierung angetan.

Zu diesen Branchen, die ohnehin eine große Kundebindung aufweisen und die Interesse an Blockchain-Tokens hätten, gehören unter anderem Gastronomie (86%), Elektronikhandel (81%), Banken (87%) und Telekommunikationsunternehmen (79%).

Wie Cointelegraph jüngst berichtet hatte, setzt wird das Konzept der Tokenisierung mittlerweile auch in völlig anderen Branchen eingesetzt. So wagen sich mittlerweile zum Beispiel Filmproduktionsfirmen und Medienunternehmen zunehmend an diese Idee.

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