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Biraajmaan Tamuly
Verfasst von Biraajmaan Tamuly,Redaktionsautor
Ray Salmond
Geprüft von Ray Salmond,Redakteur

Große Nachfragezone unter 2.000 US-Dollar für Ether (ETH): Wie geht es weiter?

Die Marktstruktur und die Fraktalanalyse bei ETH von 2021 und 2024 liefern Erkenntnisse darüber, wo eine erhebliche Kaufnachfrage bestehen könnte. Derzeit befindet die Kryptowährung sich im Abwärtstrend.

Große Nachfragezone unter 2.000 US-Dollar für Ether (ETH): Wie geht es weiter?
Marktanalyse

Ether (ETH) hatte am Dienstag Mühe, sich über 2.000 US-Dollar zu halten, da Analysten feststellten, dass sein Rückgang um 31 % seit Jahresbeginn 2026 den Kursfraktalen früherer Marktzyklen entspricht.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der jüngste Rückgang von ETH auf 1.736 US-Dollar könnte nur der erste von vielen Tiefstständen in einer größeren Konsolidierungsphase sein.

  • Die Onchain-Kostenbasisdaten liegen zwischen 1.300 und 2.000 US-Dollar. Hier soll eine potenzielle Nachfragzone liegen.

ETH-Fraktal signalisiert Bodenbildungsphase

Ein langfristiger fraktaler Vergleich zwischen den Zyklen 2021–2022 und 2024–2025 legt nahe, dass der starke Ausverkauf von Ether ein Muster widerspiegelt, bei dem zunächst ein Tiefpunkt erreicht wird, bevor der Kurs aufgrund einer weiteren Marktschwäche erneut niedrigere Niveaus erreicht.

Auf dem Wochenchart ähnelt der Rückgang von ETH in Richtung 1.730 US-Dollar eher einem „ersten Tiefpunkt“ als einem definitiven Marktboden.

Ether-Fraktalanalyse auf dem Wochenchart. Quelle: Cointelegraph/TradingView

Im Jahr 2021 konsolidierte sich ETH 12 Monate lang um das erste Tief (1.730 US-Dollar) und eine niedrigere Unterstützungszone (885 US-Dollar), wodurch sich die Hebelwirkung zurücksetzen konnte, während sich die Spot-Nachfrage wieder erholte. 

Unter Anwendung dieses Rahmens könnte ETH weiterhin zwischen etwa 1.300 und 2.000 US-Dollar schwanken, wobei vor der Bildung einer nachhaltigen Basis Rückgänge in Richtung der Zone von 1.500 bis 1.600 US-Dollar möglich sind.

Onchain-Kostenbasis: Nachfragezone bei 1.300–2.000 US-Dollar

Die UTXO-Realisierungs-Preisverteilung (URPD) von Ether unterstreicht die Wahrscheinlichkeit einer längeren Konsolidierung. Große Angebotscluster bleiben über den aktuellen Preisen, wobei 2.822 US-Dollar 5,86 % und 3.119 US-Dollar 6,15 % des ETH-Angebots ausmachen, was einen starken Widerstand darstellt. 

Unterhalb der aktuellen Spotpreise bilden sich bemerkenswerte Cluster bei 1.881 US-Dollar (1,58 Millionen ETH) und 1.237 US-Dollar, was auf potenzielle Nachfrageregionen hindeutet, sollte der Kurs weiter zurückgehen.

Ether UTXO URPD-Verteilung. Quelle: Glassnode

Strukturell gesehen sticht 1.237 US-Dollar als potenzieller Zyklusboden hervor, gefolgt von einer Zwischenunterstützung bei 1.584 US-Dollar und einer stärkeren Akzeptanz bei 1.881 US-Dollar, wo die realisierte Angebotskonzentration zunimmt.

Die Derivatedaten decken sich mit dieser Einschätzung. Die Liquidations-Heatmap zeigt kumulative Long-Liquidationen mit einem Risiko von 4 bis 6 Milliarden US-Dollar, die zwischen 1.455 und 1.700 US-Dollar liegen. Diese Werte könnten weiterhin im Fokus der Verkäufer stehen.

Allerdings haben sich mehr als 12 Milliarden US-Dollar an kurzfristiger Liquidität auf bis zu 3.000 US-Dollar angehäuft, was bedeutet, dass sich die Richtung in den kommenden Monaten nach oben verschieben könnte, sobald die Abwärtsliquidität absorbiert ist.

Ether-Wochenchart. Quelle: Cointelegraph/TradingView

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Woher kommt strukturelle Unterstützung für Ether?

Daten von CryptoQuant zeigen, dass die Ether-Abflüsse von Börsen auf den höchsten Stand seit Oktober 2025 gestiegen sind, wobei die Nettoabflüsse 220.000 ETH überstiegen. Binance verzeichnete am Donnerstag tägliche Nettoabflüsse von etwa 158.000 ETH, so hoch wie seit August 2025 nicht mehr. 

ETH lag dabei zwischen 1.800 und 2.000 US-Dollar, was auf eine Akkumulation oder eine risikoaverse Neupositionierung auf diesen Niveaus hindeutet.

MNCapital-Gründer Michaël van de Poppe hob eine ähnliche Dynamik hervor und stellte fest, dass der Kurs oft hinter dem Wachstum des Netzwerks und der Narrative zurückbleibt.

Das Transaktionsvolumen von Stablecoins auf Ethereum ist in den letzten 18 Monaten um etwa 200 % gestiegen, obwohl der ETH-Kurs weiterhin um etwa 30 % niedriger liegt. Diese Divergenz könnte zu einer parabolischen Neubewertung des Altcoin führen.

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ETH-Stablecoin-Transaktionen. Quelle: X

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