Politiker: Libra ist eine Freundschaftsanfrage an Terroristen

Ein demokratischer US-Kongressabgeordneter hat behauptet, "Mark Zuckerberg schickt eine Freundschaftsanfrage an Oligarchen, Drogendealer, Menschenhändler und Terroristen", wenn er die Facebook-Kryptowährung Libra einführt.

In einem sehr kritischen Tweet am 17. Juli beschreibt Brad Sherman Libra als "Zuck Buck", was zu deutsch soviel wie "Zuckerberg-Geld" heißt. Er warf dem Facebook-Chef vor, bewusst zu versuchen, die amerikanischen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche zu umgehen.

An Shermans Beitrag war ein Scherz-Facebook-Screenshot angehängt, der Zuckerberg zeigte, wie er den Drogenbaron Joaquin "El Chapo" Guzman eine Freundschaftsanfrage schickt.

Darunter sind weitere Freunde des Milliardärs aufgelistet, wie etwa die palästinensische Gruppe Hamas (die von den USA und der EU als terroristische Organisation bezeichnet wird), der nordkoreanische Führer Kim Jong Un, der russische Präsident Vladimir Putin und der registrierte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aufgeführt.

Eine hitzige Anhörung

Sherman befragte David Marcus, den CEO von Facebooks Calibra Krypto-Wallet, am 17. Juli im Rahmen einer sehr heiklen Anhörung über Libra im Kongress.

Der Kongressabgeordnete warnte den Finanzdienstleistungsausschuss, Libra sei "die größte Sache, mit der sich dieser Ausschuss in diesem Jahrzehnt befassen wird". Er widersprach Marcus Behauptungen, laut denen Facebook und Libra zwei unterschiedliche Dinge seien.

Sherman forderte, dass Zuckerberg sich vor den Gesetzgebern verantworten solle, und behauptete sogar, dass Libra das Potenzial habe, Amerika stärker zu gefährden als die von Osama bin Laden organisierten Angriffe vom 11. September 2001. Er erklärte außerdem:

"Wenn Kryptowährung zur Finanzierung des nächsten schrecklichen Terroranschlags verwendet wird, wird auch eine Armee aus 100 Anwälten, die 200.000 Dollar pro Stunde verlangen, seinen [Zuckerbergs] Hintern nicht vor dem Zorn des amerikanischen Volkes schützen können."