Liechtensteiner Post will Krypto-Umtausch in Filialen anbieten

Die Liechtensteiner Post AG, die offizielle Post des Landes, will Kryptowährungs-Umtauschdienstleistungen in ihren physischen Standorten anbieten, wie es in einer offiziellen Mitteilung vom 14. Februar heißt.

Die Post wird Kunden ab dem 15. Februar anbieten, in einer ihrer Filialen in der Hauptstadt Vaduz ihr Fiatgeld in Bitcoin (BTC) umzutauschen. Nach einem BTC-Kauf erhalten Kunden eine physische Wallet, die öffentliche und private Schlüssel generiert.

Später werde der Service voraussichtlich auf weitere Postämter im ganzen Land ausgedehnt, heißt es in der Ankündigung. Darüber hinaus will die Post auch andere Coins unterstützen, darunter Ethereum (ETH), Litecoin (LTC), Bitcoin Cash (BCH) und Ripple (XRP).

Für die Einführung des Dienstes hat sich die Liechtensteiner Post mit der Värdex Suisse AG zusammengeschlossen - einem Schweizer Blockchain- und Zahlungsdienstleister, der finanziell reguliert ist. In der Pressemitteilungen heißt es, dass sich Krypto-Umtauschdienstleistungen nicht von herkömmlichen Geldumtauschgeschäften unterscheiden würden.

Die Schweiz und Liechtenstein gehören weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Niveau an Krypto-Akzeptanz. Liechtenstein führte seine Krypto-Gesetzgebung Anfang 2018 ein, als der Premierminister Adrian Hasler ankündigte, dass das Land Blockchain-Geschäftsmodelle und die zugrunde liegenden Blockchain-Systeme regulieren würde.

Die Zahl der Start-ups in den beiden Ländern ist trotz des Krypto-Winters und des anhaltenden Bärenmarktes ebenfalls kontinuierlich gestiegen. Im Dezember 2018 nutzten 750 Unternehmen in beiden Ländern die Distributed-Ledger-Technologie, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei sind 121 neue Unternehmen in dem Bereich dazugekommen.

Darüber hinaus würden die Top-50-Start-ups im Schweizer Crypto Valley laut der Krypto-Investmentgesellschaft CV VC ein Fünftel des globalen Krypto-Marktes ausmachen.