Einer der Hauptkonkurrenten der P2P--Börse LocalBitcoins hat nun ein noch größeres Stück ihres Marktanteils erobert. Das finnische Unternehmen will regulatorisch vollständig konform werden.
In einem Blogbeitrag vom 19. November erklärte LocalCryptos, ehemals LocalEthereum, dass es einen entscheidenden Schritt gemacht habe und nun Bitcoin (BTC) und Ether anbietet.
Aus LocalEthereum wird LocalCryptos
"Die Plattform bietet weltweit Fiat-zu-Krypto-Dienstleistungen aus einer Hand an, zunächst mit BTC und ETH", so der Blogbeitrag. Darin wird dieser Schritt als "großer Meilenstein" bezeichnet.
In Zukunft werden weitere Kryptowährungen hinzukommen:
"LocalCryptos wird im Laufe der Zeit einige der beliebtesten Token auf Basis von Ethereum notieren. Wir werden einen neuen Smart Contract entwickeln, mit denen man ERC20-Token und dann auch ERC721-Token verwalten kann."
Finnland: LocalBitcoins: "Offizieller virtueller Währungsanbieter"
Knapp eine Woche zuvor hatte LocalBitcoins bekanntgegeben, die Börse habe sich bei den Regulierungsbehörden in Finnland registriert. LocalBitcoins verfolgt bereits sein mehreren Jahren das Ziel, vollständig konform zu werden und ist nun ein offizieller virtueller Währungsanbieter in den Augen der finnischen Finanzaufsichtsbehörde FIN-FSA.
Wie Cointelegraph berichtete, hat dieser Wandel der Plattform viele Nutzer verunsichert, als sie feststellten, dass sie nicht mehr anonym handeln können.
Führungskräfte hatten schrittweise alle Möglichkeiten abgeschafft, auf LocalBitcoins ohne eine Identifizierung handeln zu können. Der Handel in Bargeld wurde verboten und die Vorlage des Ausweises ist nun Pflicht.
LocalCryptos hingegen setzt nicht auf derartige Maßnahmen und agiert als nicht-verwahrende Plattform, wo keine finanzielle Haftung übernommen wird.
Damit kann diese Plattform einige der Funktionen anbieten, die LocalBitcoins abgeschafft hat. Als der Bargeldhandel abgeschafft wurde, hat LocalCryptos diesen Schritt auf sozialen Netzwerken als Werbung für sich genutzt.
Auch andere Anbieter in diesem Raum, wie etwa Bisq, haben von dieser Änderung im Juni dieses Jahres profitiert.
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