Londoner Börsenchef: Blockchain kann bei Wertpapierausgabe genutzt werden

Der CEO der Londoner Börse, eine der ältesten Börsen der Welt, ist der Ansicht, dass Blockchain bei der Ausgabe von Wertpapieren und bei der Abwicklung nützlich sein könnte. CNBC veröffentlichte die Kommentare des CEO Nikhil Rathi am 2. Mai.

In einem Interview erklärte Rathi, dass die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) möglicherweise eine Rolle auf dem britischen Aktienmarkt spielen könnte.

Insbesondere äußerte sich Rathi zuversichtlich über Blockchain-Anwendungen, die im Ausgabeprozess verwendet werden. Er fügte hinzu, dass er sich auch vorstellen könne, dass die Technologie in der Abwicklung verwendet wird.

Der CEO der Börse betonte, dass die Anwendung von Blockchain an den Kapitalmärkten aufgrund einiger extremer Innovationsformen in der Kryptobranche mit Vorsicht geschehen müsse. Rathi erklärte jedoch, dass er technologischen Wettbewerb und Innovation im Kapitalmarktgeschäft begrüßen würde.

Die Londoner Börse hat zuvor bereits mit der Krypto- und Blockchain-Branche zu tun gehabt. Im Februar 2019 führte die Muttergesellschaft der Börse, die London Stock Stock Exchange Group, eine Finanzierungsrunde des Fintech-Startups Nivaura an, das die weltweit erste Anleihe entwickelt, die auf Krypto fokussiert ist und über Blockchain abgewickelt wird. Bei dieser Finanzierungsrunde wurden umgerechnet rund 17,9 Mio. Euro aufgebracht.

Zuletzt stellte die Aktienhandelsplattform Turquoise der Londoner Börse eine Testumgebung für das britische Blockchain-Startup 2030.io zur Verfügung. Damit konnten umgerechnet rund 3,5 Mio. Euro durch den Verkauf von tokenisierten Aktien aufgebracht werden.

Seit Ende April bietet die weltgrößte Börse Nasdaq, einen neuen XRP-Index mit der Bezeichnung XRP Liquid Index (XRRLX) auf ihrem globalen Datenservice an.