Thomson Reuters: Patent für Identitätsmanagement-Blockchain-System

Das Mainstream-Medienunternehmen Thomson Reuters hat sich ein Patent für ein Blockchain-basiertes Identitäts-Managementsystem gesichert, wie aus Dokumenten des US-Patent- und Markenamts hervorgeht, die am 2. April veröffentlicht wurden.

In dem Patent, das ursprünglich am 22. Dezember 2015 eingereicht wurde, wird ein System beschrieben, das einen Dienst bietet, mit dem eine Identität von einem Identitätsanbieter-System sowie validierte Daten zu der Identität empfangen und dann in einer Blockchain in einem Identitäts-Token gespeichert werden kann.

Außerdem werden in dem Patent auch andere Varianten dieses Verfahrens beschrieben. Varianten davon sind dem Dokument zufolge etwa die Verwendung eines Smart Contract bei Transaktionen, das Hashing von Identitätsdaten oder ein eingeschränkter Zugriff auf das verwendete System, bei dem dann entsprechend eine Zugriffsberechtigung nachgewiesen werden muss. Einige der 38 beschriebenen Varianten, von denen einige die Art der On-Chain-gespeicherten Daten, wie etwa biometrische Daten oder die Adresse, ändern, umfassen verschiedene Autorisierungs- und Identitätsprüfungsmethoden.

In dem Dokument wird behauptet, traditionelle Identitätssysteme seien "anfällig für Betrug, da Technologien im Laufe ihrer Entwicklung solche Identitäten immer besser fälschen können". Im Patent wird auch erklärt, dass die vielen vorhandenen Identifikationssysteme eine ineffiziente und fragmentierte Umgebung für Identitäten schaffen würden.

Laut Crunchbase beläuft sich der Jahresumsatz von Thomson Reuters, dem auch die weltberühmte Nachrichtenagentur Reuters gehört, auf umgerechnet rund 7,5 Mrd. Euro. Seit Juni letzten Jahres umfasst das Stimmungsdaten-Tool des Unternehmens nun auch Stimmungsdaten für die Top-100-Kryptowährungen.

Wie Cointelegraph im Februar in einer gesonderten Analyse berichtete, werden digitale Blockchain-Identitätssysteme immer häufiger verwendet.

Letzte Woche hat auch der Identitätslösungsanbieter für Unternehmen Okta aus San Francisco einen  Investmentfonds im Umfang von rund 44 Mio. Euro lanciert. Das Unternehmen hat auch angekündigt, dass seine erste Investition an das Blockchain-Identitäts-Startup Trusted Key gehen soll.