Tinkoff Investments, die Online-Brokerage der großen russischen Privatbank Tinkoff, prüft die Einführung von Krypto-Investitionen als Dienstleistung, obwohl die russische Zentralbank bisher noch kein grünes Licht für derartige Services gegeben hat.
Dmitry Panchenko, der Geschäftsleiter von Tinkoff Investments, bestätigt, dass das Brokerage-Portal der Bank bereits an Projekten mit Bezug zu Krypto-Investitionen arbeitet, es jedoch noch keine konkreten Pläne gibt.
Die Bank arbeitet mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilung an einer Reihe von Ideen für Krypto-Services, wie Panchenko am Donnerstag im Interview mit der Nachrichtenagentur TASS erklärt hat. Tinkoff Investments peilt dabei ähnliche Services wie der große Zahlungsdienstleister PayPal und die Trading-Apps Revolut und Robinhood an.
In diesem Zusammenhang betont Panchenko, dass die russischen Aufsichtsbehörden bisher noch keine Erlaubnis für Krypto-Dienstleistungen erteilt haben, was seine Bank allerdings nicht davon abhält, schon mal die Fühler in diese Richtung auszustrecken. Eine kluge Entscheidung, denn Russlands Bevölkerung handelt auf ausländischen Plattformen bereits mehr als 15 Mrd. US-Dollar:
„Die Menschen werden immer einen Weg finden, Kryptowährungen handeln zu können, auch wenn das im Ausland ist. Es wäre wahrscheinlich vernünftig, solche Dienstleistungen im Rahmen des russischen Rechtssystems anzubieten. Das ist zwar heute noch nicht möglich, aber dieses Thema muss diskutiert und geprüft werden.“
Dahingehend führt er aus, dass Brokerages wie die von Tinkoff natürlich großes Potenzial im Handel mit Kryptowährungen sehen und sehr wahrscheinlich davon profitieren werden. Wie Panchenko angibt, sieht seine Bank ein stetig steigendes Interesse an Krypto-Investitionen, wohingegen Krypto-Zahlungen noch nicht so stark nachgefragt werden. Letztere sind durch das neue russische „Krypto-Gesetz“ allerdings gänzlich untersagt.
Tinkoff hat bei Redaktionsschluss noch nicht auf eine Anfrage von Cointelegraph reagiert.
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