Malta: Aufsichtsbehörde warnt vor "dubioser" Krypto-Handelsplattform

Die maltesische Finanzaufsichtsbehörde MFSA hat vor einer "dubiosen" Online-Krypto-Handelsplattform gewarnt, die laut der Behörde fälschlicherweise behauptet hat, eine Lizenz für den Handel im Land zu haben. Das geht aus einem Bericht der englischsprachigen Zeitung Malta Today vom 25. Oktober hervor.

Die Plattform, um die es geht, heißt "Primetradingbot" und scheint ein "äußerst profitables" Bitcoin (BTC)-Investitionsprogramm zu betreiben. Laut der MSFA ist dieses sehr dubios und birgt ein hohes Geldverlustrisiko.

Die MSFA warnte, dass Primetradingbot nicht, wie die Plattform selbst behauptet, von der Aufsichtsbehörde lizenziert sei. Außerdem heißt es, dass "obwohl diese Organisation mutmaßlich von einer Adresse in Malta aus operiert, glaubt die MFSA nicht, dass das der Fall ist". Sie fügte hinzu:

"Die MFSA möchte die Öffentlichkeit in Malta und im Ausland darauf aufmerksam machen, dass Primetradingbot nicht von der MFSA genehmigt oder anderweitig zugelassen ist, Anlage- oder andere Finanzdienstleistungen zu erbringen, die nach maltesischem Recht genehmigt oder anderweitig zugelassen sein müssen".

Eine Liste der Organisationen, die von der Aufsichtsbehörde offiziell zugelassen wurden, wurde von der MFSA veröffentlicht und kann auf der offiziellen Webseite der MFSA hier eingesehen werden. Die MFSA hat die Öffentlichkeit ermahnt, keine Geschäfte oder Transaktionen mit oder bei dem verdächtigen Unternehmen zu tätigen.

Malta, auch "Blockchain Island genannt, gilt allgemein als Land mit einem proaktiven und transparenten Krypto-Regulierungsklima. Es hat bereits mehrere hochkarätige Kryptounternehmen angezogen, die ihren Hauptsitz dorthin verlagert haben.

Laut dem maltesischen Gesetz über virtuelle Finanzvermögenswerte (VFA), das im Juli 2018 verabschiedet wurde, müssen alle Berufe, wie zum Beispiel Anwälte, Buchhalter und Wirtschaftsprüfer, die zwischen Kryptoanbietern und der MFSA vermitteln wollen, eine obligatorische "durchgehende berufliche Weiterbildung" absolvieren und eine Prüfung ablegen, um sich als Kryptoagent zu qualifizieren. Wie kürzlich berichtet wurden, haben nur 39 Prozent der Prüfungsteilnehmer im Herbst bestanden, obwohl die Prüfer in letzter Minute noch das Bewertungsschema lockerten.