Mastercard: Patent für partitionierte Blockchain

Mastercard hat ein Patent für ein Verfahren zur Partitionierung einer Blockchain erhalten. Dieses Verfahren ermöglicht es, mehrere Transaktionsarten und -formate zu speichern. Die Patentanmeldung wurde am 9. Oktober vom US-Patent- und Markenamt (USPTO) veröffentlicht.

Das Dokument erklärt, dass in aktuellen Blockchain-Systemen die Transaktionssätze, die in den verschiedenen Blöcken gespeichert sind und eine Blockchain bilden, "oft im gleichen Format sein müssen und die gleichen Dateitypen und manchmal sogar -größen beinhalten müssen".

Das bedeutet, dass jedes Unternehmen, das mehrere Arten von Blockchains verwenden möchte, gezwungen ist, viele verschiedene Blockchains zugleich zu betreiben. Das ist unabhängig davon, ob das Blockchains sind, die verschiedene Kryptowährungen unterstützen, oder solche mit einem unterschiedlichem Grad an genehmigtem oder offenem Zugriff.

Mastercard erklärt, dass dies "erhebliche" Ressourcen und Rechenleistung verbraucht. Das war auch der Anlass dafür, eine alternative Lösung zu finden.

Das Patent schlägt vor, dass die Verwendung einer "partitionierten Blockchain" dieses Problem lösen könnte. Dabei wurde im Einzelnen dargelegt, wie die Blockgenerierung und Transaktionsdatenspeicherung im zukünftigen System funktionieren würden. Das Patent prägt den Begriff "Subnet" für die vorgeschlagenen Partitionen. Diese seien intern konsistent, würden aber in einem breiteren, einheitlichen System zusammenwirken.

Das Patent beschreibt außerdem, dass "eine partitionierte Blockchain Transaktionsdatensätze für drei verschiedene Subnets beinhalten könnte. Dabei könnten die mit jedem jeweiligen Subnet verbundenen Transaktionsdatensätze unterschiedlich formatiert sein. Diese könnten die Übertragung von verschiedenen kryptographischen Währungen umfassen, abhängig davon, welche im jeweiligen Subnet verwendet wird".

Wie bereits berichtet, hat Mastercard viele Blockchain-bezogene Patente angemeldet. In diesem Sommer hat das Unternehmen eine neue Methode zur Verknüpfung von Vermögenswerten zwischen Blockchain-basierten Konten und Fiat-Währungskonten vorgeschlagen, die auf der Verwendung einer öffentlichen (erlaubnisfreien) Blockchain basiert. Im Frühjahr meldete das Unternehmen ein System zum Patent an, um die Aktivierung neuer Knoten in einer Blockchain zu beschleunigen. Außerdem ein Patent für ein Blockchain-System zur Bekämpfung von Identitätsdiebstahl.